Freitagspizza am 22.09.2017

Diese Freitagspizza könnte irgendwie auch mit einem bösen S-Wort überschrieben sein, denn heute war echt nicht mein Tag. Es begann am frühen Morgen und will gerade überhaupt nicht ändern. Seltsame Konflikte und Diskussionen, Meinungen, die ungefiltert und hoch emotional aufeinander prallen – und dazwischen der ganz normale Alltagswahnsinn, der heute irgendwie noch wahnsinniger ist, als sonst und gar nicht so schön kuschelig freitaglich mit Garten, Sofa oder Pizza-Vorfreude. Stattdessen haben die Kinder am eigentlich Hausaufgaben freien Freitag so richtige Knaller mit nach Hause gebracht und nebenbei mussten gefühlt 100 andere Baustellen bearbeitet, Konflikte gelöst und Gespräche geführt werden und so einiges vom heutigen Tag hinterlässt mich auch einfach nur ratlos.

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Wie gut, dass mir zumindest in der Küche immer irgendwas einfällt und so landete heute Nachmittag spontan das alte Brot in der Pfanne und wir gönnten uns Arme Ritter mit Holundergelee. Kind 3 hat dabei mehrfach gefragt, wann es den armen Rittern denn endlich wieder besser gehen wird und das war irgendwie süß und erheiternd.

Nun muss ich den Kindern helfen, den letzten Mist wegzuarbeiten, den sie noch zutun haben, damit sie zumindest ein freies Wochenende haben und dann schmeiße ich mir dick Äpfel, Gorgonzola und Schinken auf die Pizza und gönne mir mindestens ein Glas guten Rotwein.

Auf dass das Wochenende besser wird und denkt dran – Sonntag dürft ihr mitentscheiden, wer dieses Land zukünftig regieren soll. Freut euch darüber und tut es bitte einfach auch, ja?

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Freitagspizza am 08.09.2017

Ehrlich gesagt gibt es heute keine Pizza und es hätte auch fast keinen Blogbeitrag gegeben. Aber von vorne:

Pizza gibt es heute nicht, weil uns morgen ein paar Freunde besuchen kommen, die ganz scharf auf unsere Pizza vom Grill sind – und daher wird aus der Freitagspizza ausnahmsweise eine Samstagspizza.

Für mich gab es gestern außerdem eine Donnerstagspizza. Ganz familienfrei beim örtlichen Italiener, bei dem ich in wunderbarer Begleitung einen ziemlich berührenden und inspirierenden Abend verbracht habe.

Und dieser tolle Abend war nicht die einzige großartige Begegnung diese Woche. Am Mittwochmorgen hatte ich das vergnügen mit meiner Lieblingsautorin aus dem Genre der historischen Liebesromane zu frühstücken und ihr eine wichtige Frage mit JA zu beantworten.

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So viele tolle Offline-Momente und das ganz normale Leben haben mich heute irgendwie ein bisschen von der digitalen Welt entfremdet und dafür gesorgt, dass ich offline sein möchte. Deshalb gehe ich jetzt Harry Potter vorlesen und dann ein Stück aus der Kinderbibel und noch Conny und wer weiß, was den Kindern noch alles einfällt.

Wir lesen uns hier aber ganz sicher nächste Woche wieder.

Habt ein segensreiches Wochenende.

 

Freitagspizza am 17.03.2017

Puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh!

Das Gute sehen?

Dankbar sein?

Nicht meckern?

Nicht lästern?

Diese Woche fast unmöglich.

Eine Woche voller schlechter Nachrichten.

Kind 3 hat keinen Kitaplatz bekommen und ist somit im kommenden Herbst aller Voraussicht nach weiterhin zu Hause.

Schon wieder ist jemand krank.

Schon wieder konnte ich meine Termine nicht so gut koordinieren, wie ich es mir erhofft hatte.

Schon wieder ist was kaputt und kostet viel, viel Geld.

Ich glaube, manchmal ist es total herausfordernd, das Gute zu sehen.

Dabei gab es diese Woche so viel Gutes.

Die Sonne, die mich so verwöhnt hat.

Die 20 Minuten Pause, die ich mir diese Woche kackfrech jeden Tag genommen habe, um zu lesen.

Die Nachbarn, mit denen ich diese Woche endlich wieder zusammen im Garten Kaffee getrunken habe – wie hatte ich das vermisst.

Das Skypen mit einer Bloggerkollegin, das uns beide in unserer Selbstfindung ein Stück vorangebracht hat.

Der gestrige Kinobesuch ganz allein mit Kind 1.

Und auch bei all den schlechten Nachrichten gibt es so viel Gutes:

Die Erkenntnis, dass unsere Reparaturen zwar ärgerlich viel Geld kosten, aber dass wir dieses Geld auch einfach haben.

Die Erkenntnis, dass selbst dann nichts passiert, wenn Kind 3 im Herbst nicht in die Kita geht – zumindest nichts schlimmes. Ich muss einfach nur mal wieder umplanen und neu denken – darin bin ich gut.

So viele Menschen, die uns sofort helfen wollten, unser Betreuungsproblem zu regeln.

So viele liebe Leute, die einfach mal kurz zuhören.

Passend dazu habe ich heute diese  Karte aus meinem Stapel Mutkarten gezogen.

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Das Wochenende verspricht mieses Wetter – und am liebsten würde ich mich einfach einigeln. Da ich aber nun einmal Mama meiner Kinder bin, denke ich, wir werden versuchen, das beste daraus zu machen.

Und wie immer starten wir mit einer Pizza. Da ich eben in einem Anfall von grenzenlosem Optimismus  mit Kind 2 und Kind 3 an der Hand und ohne Wagen in den Laden gegangen bin, sind ziemlich komische Dinge in meinem Korb gelandet, neben Hörnchen und Babybel, die ich eigentlich gar nicht wollte, habe ich jetzt Parma-Schinken und Fetakäse. Ich schätze, mein Mann muss die Zutaten irgendwie aufstocken, damit sich daraus eine sinnvolle Pizza entwickelt.

Ihr Lieben – habt ein schönes Wochenende und achtet auf das Gute – es gibt immer was.

 

 

 

 

Freitagspizza am 10.03.2017

Diese Woche war es etwas ruhiger hier. Strohwitwentage, Abendtermine, Erkältungen und viel Arbeit für die Weiterbildung haben leider nicht viel Raum zum Schreiben gelassen. Ich könnte jetzt wieder jammern, weil es eine extrem anstrengende Woche war. Aber ich will ja das Gute sehen und euch davon erzählen. Es war eine extrem erfüllte Woche. Ich habe mein erstes Beratungsgespräch führen dürfen und es hat mich wieder bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Weiterbildung ist inhaltlich derzeit sehr anspruchsvoll und fordernd – ich darf so unglaublich viel lernen und mitnehmen. Wunderbar.

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Die Woche war grau und regnerisch, sogar mit Hagel zwischendurch – und doch hat sich heimlich und leise ein bisschen bunt in unseren Garten geschlichen.

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Freitagspizza am 20.01.2017

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Geht’s euch auch so? Bei dem Datum zucke ich ein wenig. Denn heute, ja heute ist es dann wohl soweit. Mr. Trump darf der Welt zeigen, dass es nicht so düster mit ihm ausgehen wird, wie viele befürchten. Das ist zumindest meine ureigenst für heute zurechtgelegte naiv-positive Sichtweise auf einen Tag, dessen Datum wir uns hoffentlich nicht für die Geschichtsbücher merken müssen.

Ansonsten habe ich euch diese Woche sträflich vernachlässigt, ich gebe es zu. Dabei habe ich soviel für euch in der Pipeline. Einen Artikel über Missverständnisse der bindungs- und beziehungsorientierten Elternschaft und einen Artikel über den Winter und wie man ihn lieben kann. Ich gelobe Besserung – auch wenn es gerade etwas hakt.

Ich arbeite gerade an einem Vortrag über Kinderbetreuung, den ich am 17.02. halten werde und ich organisiere eine Klassenwanderung mit Eltern und manchmal bin ich im Schnee. Da bleibt gerade nicht viel Zeit zum geistreichen Geblogge.

Deshalb gibt es diese Woche eben nur Pizza – davon reichlich, denn wir verdoppeln aus aktuellem Vielfraßanlass die Teigmenge. Aufgrund des großen Apfelaufkommens in der Küche bin ich zudem dafür, dass wir sie mit Äpfeln, Speck und Gorgonzola belegen.

Ansonsten ist das Leben weiterhin eine ewige Baustelle – die Familie, der Blog, die Zukunftspläne. Ich bin unterwegs – aber nicht angekommen. Aber vielleicht ist das auch gar nicht das Ziel!

Freitagspizza am 13.01.2017

….oder wie ich einmal einen Tag nach nur zwei Stunden Schlaf überlebte.

Kurze Nächte, die kennen wir alle und irgendwie haben wir und unsere Körper einen Weg gefunden, damit fertig zu werden. Nächte aber, die von halb fünf bis halb sieben dauern, sind auch für mich (zum Glück) sehr selten. Tage, die auf solche Nächte folgen, sind eine besondere Herausforderung. Nicht nur ich bin nämlich aus der Spur, sondern auch das Kleinkind, dem auch Schlaf fehlt. Zwischen Hausaufgaben, Mittagessen und Spielbesuch bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen. Was ich brauche, sind kleine Oasen und Kreativzeit mit den Kindern.

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Was ich noch mehr brauche, dass es Abend wird.

Noch eine Pizza mit Meeresfrüchten, eine Kuschelrunde…Und dann darf der Tag enden.

Freitagspizza – die Erste 2017

Bald ist die Weihnachtszeit zu Ende und der Alltag 2017 beginnt und damit wird es auch auf diesem Blog wieder wuseliger. Bevor ich aber wieder thematisch einsteige, gibt es aber nochmal eine kleine Rückschau.

Nachdem mein kleines Schäfchen, der große Hund und ich den Familiengottesdienst gerockt hatten, durfte zu Hause der Heilige Abend beginnen.

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Freitagspizza am 16.12.2016

Hach. Was soll ich euch erzählen? Diese Woche war voller Alltag. Nach der letzten Woche eine reine Freude. So haben wir einfach Dinge erledigt, Termine wahrgenommen und sind ein Stück weiter Richtung Weihnachten gegangen.

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Müdigkeit und Erschöpfung begleiten mich schon seit Montag. Aber nicht nur die – auch ein Satz, der mir aufs Herz gelegt wurde. Ein kurzer Satz, auf den ersten Blick irgendwie nicht mal besonders erheiternd. Und auf den zweiten Blick wunderbar. Adventszeit ist Fastenzeit. Der Satz erleichtert mir gerade enorm zu akzeptieren, dass die Plätzchendosen leer sind und der Adventsschmuck noch immer nicht fertig. Schön sein, das muss es erst an Weihnachten. Da darf ich genießen und zur Ruhe kommen. Vorher darf es anstrengend sein – und alltäglich. Und Weihnachten – das dauert lange, je nach Tradition bis in den Februar rein. Mindestens aber bis zum 6. Januar. Ist das nicht prima und entspannend? Es ist nicht so, dass ich das diese Woche zum ersten Mal gehört hätte. Aber zum ersten Mal arbeitet es in mir und ich überlege, was ich damit machen kann. Ich frage mich, wie ich dieses Wissen für uns umsetzen kann, sodass wir diese Jahreszeit noch stärker entschlacken und bedürfnisorientierter für uns alle gestalten können.

Pizza gibt es heute auch. Wildschweinschinken und Ziegenkäse liegen bereit und ich bin gespannt, wie es schmecken wird.

Ich wünsche Euch einen schönen 4. Advent.

Freitagspizza am 04.11.2016

Licht und Dunkelheit – oder die zwei verschiedenen Sichtweisen auf diese Woche.

Einerseits wirkte sie wie ein permanenter Ausnahmezustand, der langsam dabei ist Alltag zu werden. Immer ist irgendetwas, nie ist, was man eigentlich braucht. Nie ist Ruhe. Nie ist Zeit. Nie ist Kraft. Nie genüge ich – vor allem  nicht meinen Ansprüchen. Doch dann schaue ich auf die Woche und sehe ganz viel andererseits.

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Einerseits begann es schon am Montag. Ich hatte Suppe gekocht, für meine Mutter. Sie ist krank und braucht meine Hilfe, meine Fürsorge, meine guten Worte. Die Kinder brauchten mich auch, vor allem als Taxi zu diversen Halloweenpartys, auf die sie eingeladen waren. Also strickte ich einen engen Zeitplan und packte alles ins Auto: Kostümierte Kinder, unkostümiertes Kleinkind und Suppe und fuhr los und gab mir Mühe, den Plan zu halten. Nachdem die Kinder abgegeben waren, sollte es zu meinen Eltern gehen. Drei Orte weiter – doch am Ausgang des zweiten Ortes war Schluss. Den Polizisten, der die Straße absperrte, interessierten meine Pläne nicht und auch nicht meine Suppe. Er machte seinen Job und den musste er machen, denn auf der Strecke, die ich fahren wollte, war ein furchtbarer Unfall passiert. Noch dazu an einer Stelle, die es unmöglich machte, eine Umleitung einzurichten. Der einzig mögliche Umweg hätte Stunden gedauert. Also warten. Was für ein Mist. Einerseits. Andererseits ließ sich alles regeln, die Kinder holte jemand anders ab, das Kleinkind und ich spielten in großen Blätterhaufen und wir warteten. Es dauerte auch gar nicht so lang, wie befürchtet. Andererseits konnte ich dann zu meiner Mutter fahren, ihr Suppe bringen, mit ihr reden, sie aufmuntern und dankbar sein, dass sie gesund werden kann. Was für ein Geschenk, besonders wenn man weiß, dass die Vollsperrung der Mutter einer früheren Freundin aus Kindertagen galt. Sie konnte an diesem Abend nicht von ihren Töchtern mit Suppe besucht werden.

Dagegen war der kleine Auffahrunfall, den mein Mann am nächsten Morgen hatte, eine lächerliche Kleinigkeit. Eine kaputte Stoßstange, ein bisschen Kopfweh – einerseits. Wieder ein Vormittag, den ich nicht zu Hause, sondern im Auto, bei der Werkstatt und beim Arzt verbrachte, wieder ein Vormittag, an dem meine to-do Liste nicht kleiner wurde – andererseits.

Der Banktermin am Mittwoch nervte – einerseits, denn er kostete wieder Zeit. Andererseits darf ich dankbar sein, eine tolle Bankberaterin zu haben, die auf Dinge aufpasst, die ich vergessen würde.

Dass das Kleinkind am Donnerstag geimpft wurde und ich beim Arzt war, statt zu Hause, nervte. Sein Zustand hinterher nervte auch. Einerseits. Andererseits gab es Momente wie diesen – eine kleine Kuscheloase im vollen Alltag.

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Dass das Wochenende nicht ruhiger wird, stresst mich – einerseits. Andererseits darf ich feiern. Ich darf das Leben feiern, mit meinem lieben Nachbarn von nebenan, der 70 geworden ist und um den wir uns genau vor einem Jahr um diese Zeit schlimm sorgen mussten. Und ich darf St. Martin feiern. Eins der schönsten Feste überhaupt, wie ich finde. Wir feiern es mit unseren Spielkreisen bereits am Sonntag und tragen so ein bisschen Licht in diese Welt und in das graue Novemberdunkel.

Einerseits bin ich erschlagen von dieser Woche und wünsche mir nichts mehr, als eine große Decke über meinem Kopf – und Ruhe. Andererseits hat sich die Oma heute spontan zum Babysitten angeboten und mein Mann und ich haben beschlossen, dass es die Freitagspizza heute beim Italiener gibt – nur für uns zwei. Wir feiern uns, ohne Grund, einfach so. Weil wir leben, weil wir uns haben und weil wir rocken, auch wenn wir es zwischen dicken Staubmäusen und Wäschebergen tun.