Medienerziehung – am Kind orientiert

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Gerade kann man viel zum Thema Mediennutzung bei Kindern lesen. Das liegt zum einen an einer (journalistisch unglaublich schlecht aufgearbeiteten) Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Zusammenarbeit mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, deren Teilergebnisse letzte Woche veröffentlicht wurden. Zum anderen ist die Frage danach, was Kinder und Jugendliche schauen, spielen oder surfen dürfen aber auch ein Dauerbrenner unter Eltern. Wie lange ein Kind in welchem Alter TV schauen darf, wann es Zeit wird für das eigene Smartphone und wie wir unsere Kinder im Internet sicher begleiten, das sind die großen Erziehungsfragen unserer Zeit. Eine pauschale, allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht und am Ende trägt jede Mutter und jeder Vater selbst die Verantwortung für das Medienverhalten der eigenen Kinder. Ich möchte euch aber heute trotzdem erzählen, wie ich es mache und was ich für wichtig und richtig halte. Weiterlesen

Sonntagsfreude am 18.12.2016

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind 🙂

Idee von Maria von Kreativberg, die bei Rita weitergeführt wird. 

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Zeit und Raum für Kreativität. Alle drei Kinder sich einfach nach Herzenslust mit ihren neuen Pinselstiften austoben lassen. Zusehen, wie sie darin versinken und wie jedes Kind auf seine Weise etwas aufs Papier bringt…Und wir Eltern auch.

Sonntagsfreude am 20.11.2016

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind 🙂

Idee von Maria von Kreativberg,

weitergeführt bei Rita.

Nachdem die Freitagspizza ausfiel, zeige ich euch unsere Sonntagsfreude (die der Grund dafür war, dass die Freitagspizza ausgefallen ist).

Unsere Kleinste ist nun schon zwei Jahre alt.

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Eine rauschende Party mit ein paar unserer liebsten Menschen ersetzte unseren Familien-Pizza-Freitag daher.

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Anschließend gönnten wir uns ein echtes Gammelwochenende mit Kuchen- und Bratwurstresten, viel Ruhe und Geschwistern, die gemeinsam mit der neuen Arche der Kleinen spielten.

 

Verlustängste bei Kindern

Es war ein wunderschöner Vormittag: ein langes Frühstück mit einer Freundin. Endlich mal wieder Zeit für gute, intensive Gespräche. Die Uhrzeit hatten wir ein bisschen aus dem Blick verloren und so waren es am Ende nur noch 10 Minuten, bis das Kindergartenkind abgeholt werden musste. Normalerweise wäre es zu schaffen gewesen, doch dann kam eins zum anderen: eine volle Windel beim Kleinkind und die anschließende Weigerung, sich anzuziehen. Ein LKW, der die Straße blockierte, ein auswärtiges Auto vor mir, dass mit 30 durch die 70er Zone fuhr – und so schaffte ich es nicht. Mit knapp 10 minütiger Verspätung parkte ich vor der Kita und stürmte rein. Bis dahin war ich recht ruhig gewesen. Die Vorschülerin weiß, dass ich sie abhole und dass ich manchmal etwas knapp komme. Sie wird fertig angezogen dasitzen und warten und vielleicht ein bisschen schimpfen. Doch es war ganz anders. Heftig schluchzend saß sie auf dem Schoß ihrer Erzieherin und klammerte sich dann sofort weinend an mich. Sie dachte, ich würde nicht kommen. Zuerst war ich ein bisschen ratlos über diese Reaktion, doch als ich im Auto noch länger mit ihr sprach, dämmerte es mir.

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Ich dachte, dir sei ein Unfall passiert.

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Kinder und der Wahnsinn der Welt

Mama, ich habe gehört, es gibt jetzt neue Mörder!

Bis zu diesem Satz war es ein Mittagessen wie jedes andere gewesen – umgeworfene Trinkbecher, die Diskussion darüber, ob eine Mahlzeit wohl eher vor oder eher nach dem Tischgebet startet und ein paar Geschichten aus dem Kindergarten und der Schule. Doch dann platzte eins meiner Kinder mit diesem Satz heraus.

„Sie sollen so aussehen, wie Clowns“

Wir besprechen viel von dem mit unseren Kindern, was in der Welt vor sich geht – auch die schlimmen Dinge. Die Erfahrung zeigt uns immer wieder, dass sich der Schrecken der Welt leider nicht verheimlichen lässt und dann ist es uns lieber, die Kinder erfahren von uns und in unseren Worten, was draußen passiert.

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Freitagspizza am 30.09.2016

Letzte Woche, ein paar Stammleser haben es bemerkt, fiel die Freitagspizza aus. Sie ging unter im allgemeinen Freitagschaos. Auf unserem Grill landete sie trotzdem, belegt mit leckeren Meeresfrüchten.

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Heute möchte ich euch nicht schon wieder ohne Pizza lassen, auch wenn die Zeit wieder knapp ist.

Die Geschichte der Woche kurz zusammengefasst: Schnupfen, Fieber, Blasenentzündung, Bauchweh, Halsweh. Die erste Krankheitswelle hat uns erwischt und jeder hat schon ein bisschen was davon abbekommen. Entsprechend ruhig waren unsere Tage. Turnen, Fußball und sogar der Schwimmkurs entfielen und an deren Stelle traten Tee, Couch und frühes zu Bett gehen.

Heute waren wir alle so fit, dass meine Mädchen und ich mit dem Spielkreis Erntedank feiern konnten – und es war wunderschön. Unsere Kleinen haben zum Lied „Wir kommen Gott zu deinem Tisch…“ ihre Erntegaben zum Altar gebracht und hinterher gab es für Eltern und Kinder ein leckeres Frühstück mit selbstgemachten Sachen im Gemeindehaus.

Zuhause sind wir dann wieder in den Ruhemodus gewechselt und haben uns mit Tee und Schokoladenkuchen aufs Sofa verzogen.

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Pizza gibt es heute trotzdem und weil jetzt wirklich, wirklich Herbst ist, darf endlich wieder Apfel-Gorgonzola auf den Tisch.

Liebe, Liebe und nochmal Liebe

Wenn Angst und Zweifel sprachlos machen

Irgendwie war er holprig dieses Jahr, der Start in unseren so lange ersehnten Sommerurlaub. Es begann schon am Vorabend. Statt mich schlaflos vor Vorfreude im Bett hin und her zu wälzen, starrte ich die halbe Nacht ängstlich auf mein Handy und betete, Gott möge diesem Wahnsinn ein Ende bereiten. Nur achtzig Kilometer entfernt von dem Ort, an dem wir unseren ersten Zwischenstopp machen wollten, tobte ein, zu dieser Zeit noch namenloser, Schrecken. Es war die Nacht vom 22. auf den 23. Juli und noch wusste man nicht, wie sich die Lage in und um München in den nächsten Stunden entwickeln würde.

Am nächsten Morgen war ich übernächtigt und bedrückt. Ich wusste nicht wohin mit meinen Emotionen, meiner Angst, meinem Mitgefühl, meiner Trauer darüber, was an jenem Abend geschehen war. Mit Entspannung auf Knopfdruck tue ich mich seit jeher schwer und so brauche ich immer einige Tage, bis ich von Alltag auf Urlaub umschalten kann. Doch diesmal war es besonders schlimm. Ich war außerstande, die Bedürfnisse meiner Kinder wahrzunehmen und angemessen auf sie zu reagieren. Kleinigkeiten eskalierten und ich hatte das Gefühl, dass die Situation mir entglitt. Ich fühlte mich unfähig, hilflos und versagend. Ich hatte Zweifel – Zweifel an meiner Rolle als Mutter, Zweifel an uns als Familie, Zweifel an unserem Weg. Hatten wir bisher die richtige Art gewählt, unsere Kinder ins Leben zu begleiten? Waren wir zu mild? Zu inkonsequent? Hatten wir unsere Kinder mit unserem Fokus auf Bindung und Beziehung gar verzogen? Hatte ich mir das ganze Desaster selbst eingebrockt und vor allem – was dachten die Menschen um mich herum über uns? Auf einem Campingplatz ist man ähnlich privat unterwegs, wie auf Facebook – jeder bekommt alles von einem mit. Jeder kindliche Wutanfall, jede mütterliche Entgleisung, jeder chaotische Abend findet auf dem Präsentierteller statt. Zumindest fühlte es sich für mich so an.

Die Zweifel loslassen

Einige Tage später verblassten die anfänglichen Schwierigkeiten langsam und die Schönheit der Südtiroler Berge hatte mich in ihren Bann gezogen. Ich war angekommen – angekommen im Urlaubsort und wieder angekommen bei mir. Das Gepäck, das ich zum Urlaubsstart mit mir herumgetragen hatte, war in den ersten Tagen nicht leichter geworden. Auf München folgte Ansbach und irgendwann dazwischen ereilte mich die Nachricht vom Selbstmord eines Bloggerkollegen, mit dem ich wenige Tage zuvor auf Twitter noch heiß diskutiert hatte. Eine ungewöhnliche Schwere und lag über diesen Sommertagen, doch nach und nach konnte ich sie loslassen. Mit ihr schwanden auch die Zweifel und machten Platz für eine große Gewissheit. Ja – wir waren auf dem richtigen Weg. All die schrecklichen Ereignisse der letzten Tage und Wochen bedurften nur einer Antwort: Liebe. Weiterlesen