Sommerferien – schulfreie Zone bitte!

Bald ist es soweit – zumindest bei uns in Hessen. Das Schuljahr endet und die Kinder bekommen Sommerferien. Die großen, langen Ferien. Die Zeit im Jahr, in der unsere Kinder so richtig lange am Stück frei haben – oder zumindest frei haben sollten.

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Akzeptanz, Toleranz oder was?

7 Thesen über den Umgang mit sexueller Vielfalt

Bei uns in Hessen sind jüngst alte bildungspolitische Grabenkämpfe wieder aufgeflammt. Konkret entzündet sich der Unmut  am neuen Bildungsplan, und insbesondere an Passagen zur sexuellen Vielfalt. Die FAZ berichtete kürzlich darüber, dass sich zwischen Frankfurt und Kassel wieder Proteste gegen dieses Ansinnen formieren. Widerstand leistet auch der  hessische Landeselternbeirat, der bisher nicht durch seine konservative politische Ausrichtung aufgefallen ist, sondern im Gegenteil, als SPD nah galt. Überstimmt wurde er vom CDU-Minister. Allein diese seltsame Konstellation zeigt, wie zerrissen unsere Gesellschaft derzeit bei Fragen zur Akzeptanz sexueller Vielfalt ist. Während die katholische Kirche fest an der Seite der Gegner des Bildungsplanes steht, findet er in der evangelischen Kirche Zuspruch – die Position einzelner Gemeinden hingegen dürfte auch bei den Protestanten weit von der offiziellen Einstellung weg sein. Doch woher kommt es, dass die Frage danach, wie viel von unterschiedlichen Lebensformen unsere Kinder in Schule und Kindergarten mitbekommen dürfen, so derart polarisiert? Und brauchen wir jetzt einen Lehrplan, der sexuelle Vielfalt mit einschließt oder ist das völlig unnötig?

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Schule – wie die Bildungspanik uns lähmt

Ferien und Freizeit sind nicht mehr dasselbe

Bald sind Herbstferien – oder wie es treffender heißen müsste – unterrichtsfreie Zeit. Denn das, was ich eigentlich mal unter Ferien verstanden habe, hat mittlerweile herzlich wenig mit dem zutun, was viele Schüler heute während der freien Tage erleben. Die meisten Kinder stehen auch weiterhin jeden Morgen um halb sieben auf, um spätestens um halb acht durch die Türen irgendwelcher Institutionen zu gehen. Ausschlafen, Freunde treffen und die freie Zeit möglichst selbstbestimmt gestalten, das gehört oft leider nicht mehr zum Ferienalltag. Neben durchgetakteten Betreuungszeiten kommt aber vermehrt auch die Verlagerung der Schule nach Hause dazu. Eine Fülle von Hausaufgaben, nachzuarbeitender Stoff oder das Lernen für die nächste Klassenarbeit belasten vielerorts bereits den Familienalltag von Erst- oder Zweitklässlern. Der Gedanke, dass Kinder Freiräume, Kreativität und Ruhepausen brauchen, um wieder aufnahmefähig zu sein, scheint völlig in Vergessenheit zu geraten. Man kann ihn sich auch einfach gar nicht mehr leisten, denn die Vorgaben, die unsere Schulklassen erfüllen müssen, sind straff.

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Das Schulsystem ist veränderungsresistent

Abgesehen davon baden unsere Schüler täglich aus, dass Bildungspolitik auch weiterhin ein beliebtes Kampffeld für Ideologen aller Art ist. Um alle irgendwie zufrieden zu stellen, darf dann jeder einmal ran. Hier ein Reförmchen, da ein neuer didaktischer Wunderansatz und noch schnell ein bisschen neuer Wein in die alten Schläuche gefüllt. Bringt zwar alles gar nichts, sieht aber gut aus. Weiterlesen