Christlich, bindungsorientiert, Sears-Fan

Die deutsche Elternschaft führt mal wieder einen Glaubenskrieg im Internet. Eigentlich könnten man sich jetzt einfach „AHA“ und „danke für die Information“ oder „In Hamburg ist ne Schippe umgefallen“ denken und tun, mit was man gerade eigentlich beschäftigt war. Ich habe das ein paar Tage lang versucht. Doch dann habe ich festgestellt, dass diesmal nicht nur ein Erziehungsstil, nämlich das sogenannte Attatchment Parenting im Fokus dieser Debatte steht, sondern auch der Mensch, der für viele als eine Art Urvater der Bewegung gilt: der amerikanische Kinderarzt William Sears.

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Bauchfleisch mit Curryketchup

Wie manches, dem wir kaum Beachtung schenken,
Uns dennoch für ein ganzes Leben prägt,
Und seinen bunten Stein, als ein Andenken
Ins Mosaik unserer Seele trägt!
(Reinhard May, Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit)

Irgendwann in den nächsten Tagen wird ein Stück meiner Kindheit nicht mehr da sein. Kein Mensch zum Glück, aber ein wundervoller Ort. Ein Ort, der zwar weiter existieren wird, aber dann nicht mehr zu meiner Familie gehört. Es ist ein Ort, in dem viele bunte Steine in das Mosaik meiner Seele gelegt wurden und ich möchte euch heute von diesem Ort erzählen. Ich möchte das, weil es mich bewegt und weil ich es gut finde, in der ganzen ausufernden Diskussion um Attatchment Parenting und Co einmal zu zeigen, dass es oft nicht viel braucht, um Liebe und Halt in Kinderherzen zu pflanzen.

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Zum Donnerwetter noch einmal!

Beziehungsorientierung heißt nicht Konfliktfreiheit

So eine Überschrift in einem bindungs- und beziehungsorientierten, christlichen Blog? Falls ihr das jetzt nicht erwartet hättet, dann seid ihr in die Falle getappt, in die viele Menschen tappen, wenn sie anfangen, sich mit bindungs- und beziehungsorientierter Elternschaft zu beschäftigen oder dieses Thema von außen beobachten.

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Medienerziehung – am Kind orientiert

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Gerade kann man viel zum Thema Mediennutzung bei Kindern lesen. Das liegt zum einen an einer (journalistisch unglaublich schlecht aufgearbeiteten) Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Zusammenarbeit mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, deren Teilergebnisse letzte Woche veröffentlicht wurden. Zum anderen ist die Frage danach, was Kinder und Jugendliche schauen, spielen oder surfen dürfen aber auch ein Dauerbrenner unter Eltern. Wie lange ein Kind in welchem Alter TV schauen darf, wann es Zeit wird für das eigene Smartphone und wie wir unsere Kinder im Internet sicher begleiten, das sind die großen Erziehungsfragen unserer Zeit. Eine pauschale, allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht und am Ende trägt jede Mutter und jeder Vater selbst die Verantwortung für das Medienverhalten der eigenen Kinder. Ich möchte euch aber heute trotzdem erzählen, wie ich es mache und was ich für wichtig und richtig halte. Weiterlesen

Wenn alles so viel wird – wie Mama für sich sorgen kann

Nicht nur der Mai hat sich in seiner ersten Woche wie ein Herbstmonat benommen, auch mein Körper tut so, als seien wir mitten drin in der dunklen, kalten und leicht depressiven Zeit. Ich war gerade 16 Tage am Stück krank. Einfach so. Alles fing mit einer Mandelentzündung an, die mich aus dem Nichts überraschte und sofort ausknockte. Dieser schloss sich dann ein undefinierbares Magen-Darm Leiden an, das entweder von der Kombi aus Schmerzmitteln und Antibiotika ausgelöst wurde, die ich eine Woche lang geschluckt habe oder ein Abklatsch des Infektes war, der hier sowieso durchs Haus ging. Als feste Nahrung gerade wieder begann zu schmecken, kratzte der Hals schon wieder, die Nase war zu und ich begann zu husten.

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Spring break, Berlin, Herzensgedanken

Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, ich mache eine kleine Frühlingspause. Ich genieße die lange vermisste Sonne. Wir sind draußen,  in jeder freien Minute draußen an der frischen Luft. Wir pflanzen Blumen, wir laden Freunde ein, wir grillen und wir sind unterwegs.

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Aber das ist nicht alles. Am letzten Wochenende war ich in Berlin und wie immer, wenn ich mit meinen Kolleginnen aus der bbEFB Ausbildung zusammen bin, fehlen mir danach die Worte. Ich bin voll. Aufgefüllt mit Glück, mit Liebe, mit guten Gedanken, neuem Ideen – und Melancholie. Schwere gehört genauso zur intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst, wie Leichtigkeit und ich trage gerade beides in mir.

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Beides trägt dazu bei, dass mir die Worte fehlen. Wo sonst Sätze und Gedanken nur so aus mir raussprudeln, ist derzeit nur ein leeres Blatt. Ich muss das aushalten und ihr leider auch. Ich kenne mich gut und weiß, dass meine Gedanken wieder fließen und dass ich euch dann davon erzählen werde – denn es gibt viel zu berichten.

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Statt zu schreiben, lese ich gerade viel. Mein Bücherstapel inspiriert mich und nimmt mich mit auf verschiedene Reisen, in vergangene Zeiten, zu neuen Ufern, fantastischen Welten und zu mir selbst. Vorgestern habe ich City of Heavenly Fire beendet – den letzten Teil der Chroniken der Unterwelt und seither hänge ich gedanklich darin fest. Immer wieder denke ich an das traurig-schöne Happy-End, an die offenen Fragen und an die erschreckenden Parallelen zum Zustand unserer realen Welt. Es gibt Bücher, die begleiten einen länger – es sieht so aus, als seien die Chroniken der Unterwelt eins davon.

Ihr seht – ich brauche eine Pause. Bis Ostern werde ich mich nur sporadisch melden. Danach möchte ich wieder durchstarten und euch mitnehmen- auf spannende Reisen zu mir und zu euch. Auf unseren Weg zu einem bindungs- und beziehungsorientierten Familienleben mit Gott und einem Mixtopf und zu allem, was don’t noch dazu gehört.

Familie werden

Um mich herum wimmelt es nur so von wunderschönen Nachrichten. Gleich mehrere Leute im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis erwarten 2017 Nachwuchs. Kleine neue Erdenbürger sind unterwegs, die werdenden Mamas dürfen guter Hoffnung sein. Ich habe mich immer gefragt, wie es wohl sein wird, wenn um mich herum der erste große Schwangerschaftssturm ausbricht, bei dem ich nicht dabei bin. Denn bisher war ich ja eigentlich immer die mit dem Kugelbauch und die anderen sahen mir dabei zu. Heute ist es umgekehrt – und ich finde es wunderschön.

Babys sind unterwegs und aus Paaren werden Familien, aus Familien größere Familien. Mittendrin ich – und diesmal nur als Zuschauerin. Da wird es Zeit, dass ich einmal einen Brief schreibe. Ich schreibe ihn an meine Herzensfreundin, doch sie bekommt ihn nur stellvertetend, in Wirklichkeit ist er für all die da draußen, die gerade guter Hoffnung sind. Für all diejenigen unter euch, die sich ins Abenteuer Familie stürzen wollen – und auch für die, die das nur planen und vielleicht noch nicht in freudiger Erwartung sind.  Weiterlesen

Was aus Kindern wird, die alles dürfen

Kinder, die alles dürfen, werden zu Erwachsenen, die nichts können

Guck mal, sagte meine Freundin. Meine Kita hat einen Elternabend mit diesem Titel angesetzt. Was soll das denn heißen? Und vor allem, stimmt das aus deiner Sicht?

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Ich hätte wahrscheinlich genervt die Augen verdreht und meiner Freundin geraten, den Abend lieber in der Badewanne zu verbringen, statt sich auf viel zu kleinen Stühlen den Hintern platt zu sitzen und einem Vortrag mit einem derart reißerischen Titel zu lauschen. Doch dann sprang mich genau dieser Satz in den darauffolgenden zwei Wochen drei weitere Male an und langsam aber sicher begann ich, mich darüber zu ärgern.  Weiterlesen

Ein neues Herz – für unsere Kinder

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Hesekiel 36,26)

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Das neue Jahr begann damit, dass ich mich extrem verkatert fühlte. Das lag nicht etwa an einer zu exzessiven Feier am Vortag oder gar dem übermäßigem Genuss von Alkohol (ich glaube, ich habe es auf etwa 0,2 l Weißwein gebracht), sondern an einer fetten Erkältung, die sich um meinen Kopf herum festgesetzt hatte, zu wenig Schlaf und allgemeiner Kollerstimmung sofort nach dem Aufwachen.  Weiterlesen