Medienerziehung – am Kind orientiert

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Gerade kann man viel zum Thema Mediennutzung bei Kindern lesen. Das liegt zum einen an einer (journalistisch unglaublich schlecht aufgearbeiteten) Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Zusammenarbeit mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, deren Teilergebnisse letzte Woche veröffentlicht wurden. Zum anderen ist die Frage danach, was Kinder und Jugendliche schauen, spielen oder surfen dürfen aber auch ein Dauerbrenner unter Eltern. Wie lange ein Kind in welchem Alter TV schauen darf, wann es Zeit wird für das eigene Smartphone und wie wir unsere Kinder im Internet sicher begleiten, das sind die großen Erziehungsfragen unserer Zeit. Eine pauschale, allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht und am Ende trägt jede Mutter und jeder Vater selbst die Verantwortung für das Medienverhalten der eigenen Kinder. Ich möchte euch aber heute trotzdem erzählen, wie ich es mache und was ich für wichtig und richtig halte. Weiterlesen

Wenn alles so viel wird – wie Mama für sich sorgen kann

Nicht nur der Mai hat sich in seiner ersten Woche wie ein Herbstmonat benommen, auch mein Körper tut so, als seien wir mitten drin in der dunklen, kalten und leicht depressiven Zeit. Ich war gerade 16 Tage am Stück krank. Einfach so. Alles fing mit einer Mandelentzündung an, die mich aus dem Nichts überraschte und sofort ausknockte. Dieser schloss sich dann ein undefinierbares Magen-Darm Leiden an, das entweder von der Kombi aus Schmerzmitteln und Antibiotika ausgelöst wurde, die ich eine Woche lang geschluckt habe oder ein Abklatsch des Infektes war, der hier sowieso durchs Haus ging. Als feste Nahrung gerade wieder begann zu schmecken, kratzte der Hals schon wieder, die Nase war zu und ich begann zu husten.

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Spring break, Berlin, Herzensgedanken

Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, ich mache eine kleine Frühlingspause. Ich genieße die lange vermisste Sonne. Wir sind draußen,  in jeder freien Minute draußen an der frischen Luft. Wir pflanzen Blumen, wir laden Freunde ein, wir grillen und wir sind unterwegs.

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Aber das ist nicht alles. Am letzten Wochenende war ich in Berlin und wie immer, wenn ich mit meinen Kolleginnen aus der bbEFB Ausbildung zusammen bin, fehlen mir danach die Worte. Ich bin voll. Aufgefüllt mit Glück, mit Liebe, mit guten Gedanken, neuem Ideen – und Melancholie. Schwere gehört genauso zur intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst, wie Leichtigkeit und ich trage gerade beides in mir.

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Beides trägt dazu bei, dass mir die Worte fehlen. Wo sonst Sätze und Gedanken nur so aus mir raussprudeln, ist derzeit nur ein leeres Blatt. Ich muss das aushalten und ihr leider auch. Ich kenne mich gut und weiß, dass meine Gedanken wieder fließen und dass ich euch dann davon erzählen werde – denn es gibt viel zu berichten.

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Statt zu schreiben, lese ich gerade viel. Mein Bücherstapel inspiriert mich und nimmt mich mit auf verschiedene Reisen, in vergangene Zeiten, zu neuen Ufern, fantastischen Welten und zu mir selbst. Vorgestern habe ich City of Heavenly Fire beendet – den letzten Teil der Chroniken der Unterwelt und seither hänge ich gedanklich darin fest. Immer wieder denke ich an das traurig-schöne Happy-End, an die offenen Fragen und an die erschreckenden Parallelen zum Zustand unserer realen Welt. Es gibt Bücher, die begleiten einen länger – es sieht so aus, als seien die Chroniken der Unterwelt eins davon.

Ihr seht – ich brauche eine Pause. Bis Ostern werde ich mich nur sporadisch melden. Danach möchte ich wieder durchstarten und euch mitnehmen- auf spannende Reisen zu mir und zu euch. Auf unseren Weg zu einem bindungs- und beziehungsorientierten Familienleben mit Gott und einem Mixtopf und zu allem, was don’t noch dazu gehört.

Familie werden

Um mich herum wimmelt es nur so von wunderschönen Nachrichten. Gleich mehrere Leute im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis erwarten 2017 Nachwuchs. Kleine neue Erdenbürger sind unterwegs, die werdenden Mamas dürfen guter Hoffnung sein. Ich habe mich immer gefragt, wie es wohl sein wird, wenn um mich herum der erste große Schwangerschaftssturm ausbricht, bei dem ich nicht dabei bin. Denn bisher war ich ja eigentlich immer die mit dem Kugelbauch und die anderen sahen mir dabei zu. Heute ist es umgekehrt – und ich finde es wunderschön.

Babys sind unterwegs und aus Paaren werden Familien, aus Familien größere Familien. Mittendrin ich – und diesmal nur als Zuschauerin. Da wird es Zeit, dass ich einmal einen Brief schreibe. Ich schreibe ihn an meine Herzensfreundin, doch sie bekommt ihn nur stellvertetend, in Wirklichkeit ist er für all die da draußen, die gerade guter Hoffnung sind. Für all diejenigen unter euch, die sich ins Abenteuer Familie stürzen wollen – und auch für die, die das nur planen und vielleicht noch nicht in freudiger Erwartung sind.  Weiterlesen

Was aus Kindern wird, die alles dürfen

Kinder, die alles dürfen, werden zu Erwachsenen, die nichts können

Guck mal, sagte meine Freundin. Meine Kita hat einen Elternabend mit diesem Titel angesetzt. Was soll das denn heißen? Und vor allem, stimmt das aus deiner Sicht?

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Ich hätte wahrscheinlich genervt die Augen verdreht und meiner Freundin geraten, den Abend lieber in der Badewanne zu verbringen, statt sich auf viel zu kleinen Stühlen den Hintern platt zu sitzen und einem Vortrag mit einem derart reißerischen Titel zu lauschen. Doch dann sprang mich genau dieser Satz in den darauffolgenden zwei Wochen drei weitere Male an und langsam aber sicher begann ich, mich darüber zu ärgern.  Weiterlesen

Ein neues Herz – für unsere Kinder

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Hesekiel 36,26)

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Das neue Jahr begann damit, dass ich mich extrem verkatert fühlte. Das lag nicht etwa an einer zu exzessiven Feier am Vortag oder gar dem übermäßigem Genuss von Alkohol (ich glaube, ich habe es auf etwa 0,2 l Weißwein gebracht), sondern an einer fetten Erkältung, die sich um meinen Kopf herum festgesetzt hatte, zu wenig Schlaf und allgemeiner Kollerstimmung sofort nach dem Aufwachen.  Weiterlesen

Anstrengende Abendstunden

Wenn die Eltern eine Pause brauchen

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Ich glaube, das kennen wir alle. Die Zeit, die wir in unseren Köpfen als „Feierabend“ definiert haben, ist längst rum – und wir schieben Überstunden. Überstunden am Kinderbett. Weil die Kinder noch Durst haben, Hunger, Angst vor Monstern oder einfach nicht allein sein wollen. Weil sie weinen, ohne das wir den Grund wirklich erkennen können. Weil sie uns immer wieder rufen oder alle paar Minuten im Wohnzimmer stehen, um uns zu sagen, dass sie nicht einschlafen können. Manchmal geben wir uns der Phantasie hin, diese Zeit sei vorbei, weil sie schon fünf sind oder sieben – oder zehn – und weil es vielleicht mal ein paar Monate lang nicht so war. Doch dann kommt es wieder. Manchmal für uns aus heiterem Himmel. Wir verstehen nicht, warum sie uns auf einmal wieder brauchen, während sie tagsüber doch so selbstbewusst ihre Wege gehen. Vielleicht ist das aber, genau das, der Grund, warum sie sich abends auf einmal wieder nach Nähe sehnen. Nach einer Hand, die ihnen übers Haar streichelt und flüstert, dass alles gut wird. Nach einem Arm, in den sie die unverarbeiteten Erlebnisse des Tages weinen können. Nach einem Ohr, das zuhört, wenn plötzlich alles aus ihnen heraus bricht, was sie tagelang nicht erzählen wollten. Manchmal ist es auch subtiler. Es scheint keinen Grund zu geben. Sie haben nichts zu erzählen, nichts zu beweinen und suchen dennoch unsere Nähe. Wollen unsere warmen und Sicherheit gebenden Körper neben sich beim Einschlafen. Wollen, dass wir ihre Hände halten oder kommen einfach immer wieder runter, um uns zu sehen und sich zu vergewissern, dass wir noch da sind und ihre Welt noch steht. Weiterlesen

Von Sternsingern, Kindern und Hoffnung

Uns allen steht eine düstere Zukunft bevor. Zumindest, wenn man manchem Schwarzmaler glaubt, der in letzter Zeit die pädagogische Debatte in Deutschland begleitet hat. Zum Jahresende schossen sie noch einmal wie Pilze aus dem Boden, diejenigen, die uns Eltern gern ein schlechtes Gewissen machen und glauben zu wissen, was aus der Brut wird, die wir gerade heranziehen.

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Verlustängste bei Kindern

Es war ein wunderschöner Vormittag: ein langes Frühstück mit einer Freundin. Endlich mal wieder Zeit für gute, intensive Gespräche. Die Uhrzeit hatten wir ein bisschen aus dem Blick verloren und so waren es am Ende nur noch 10 Minuten, bis das Kindergartenkind abgeholt werden musste. Normalerweise wäre es zu schaffen gewesen, doch dann kam eins zum anderen: eine volle Windel beim Kleinkind und die anschließende Weigerung, sich anzuziehen. Ein LKW, der die Straße blockierte, ein auswärtiges Auto vor mir, dass mit 30 durch die 70er Zone fuhr – und so schaffte ich es nicht. Mit knapp 10 minütiger Verspätung parkte ich vor der Kita und stürmte rein. Bis dahin war ich recht ruhig gewesen. Die Vorschülerin weiß, dass ich sie abhole und dass ich manchmal etwas knapp komme. Sie wird fertig angezogen dasitzen und warten und vielleicht ein bisschen schimpfen. Doch es war ganz anders. Heftig schluchzend saß sie auf dem Schoß ihrer Erzieherin und klammerte sich dann sofort weinend an mich. Sie dachte, ich würde nicht kommen. Zuerst war ich ein bisschen ratlos über diese Reaktion, doch als ich im Auto noch länger mit ihr sprach, dämmerte es mir.

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Ich dachte, dir sei ein Unfall passiert.

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