Sommerferien – schulfreie Zone bitte!

Bald ist es soweit – zumindest bei uns in Hessen. Das Schuljahr endet und die Kinder bekommen Sommerferien. Die großen, langen Ferien. Die Zeit im Jahr, in der unsere Kinder so richtig lange am Stück frei haben – oder zumindest frei haben sollten.

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Dann mach Limonade daraus

Ihr kennt das?

Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, dann mach Limonade daraus.

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In letzter Zeit gab es hier eine reichhaltige Zitronenernte. Zuerst einmal natürlich die bereits bekannte Geschichte mit dem Auto. Etwa zeitgleich erfuhren wir, dass Kind 2 ein paar Polypen zu viel und ein paar Paukenröhrchen zu wenig hatte und machten einen OP Termin aus. Glücklicherweise habe ich den Optimismus der Ärztin, dass sie am Montag wieder in die Kita gehen könne, wenn sie aufs Toben und aufs in der Sonne sein verzichten würde, nie geteilt. Zum Glück bin ich ja frei und ungebunden und sowieso mit der Betreuung von Kind 3 beschäftigt, sodass sie problemlos daheim bleiben kann. Dass das auch nötig ist, haben die letzten Tage gezeigt, denn sie erholt sich nur langsam von diesem Eingriff. Ein Fieberschub am Wochenende, wiederkehrende Ohrenschmerzen und die Hitze machen ihr noch immer zu schaffen. Sie ist unausgeglichen, weinerlich und Mama anhänglich bei gleichzeitigem, vorschulpubertären Autonomiewünschen. Herrlich. Weiterlesen

Medienerziehung – am Kind orientiert

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Gerade kann man viel zum Thema Mediennutzung bei Kindern lesen. Das liegt zum einen an einer (journalistisch unglaublich schlecht aufgearbeiteten) Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Zusammenarbeit mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, deren Teilergebnisse letzte Woche veröffentlicht wurden. Zum anderen ist die Frage danach, was Kinder und Jugendliche schauen, spielen oder surfen dürfen aber auch ein Dauerbrenner unter Eltern. Wie lange ein Kind in welchem Alter TV schauen darf, wann es Zeit wird für das eigene Smartphone und wie wir unsere Kinder im Internet sicher begleiten, das sind die großen Erziehungsfragen unserer Zeit. Eine pauschale, allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht und am Ende trägt jede Mutter und jeder Vater selbst die Verantwortung für das Medienverhalten der eigenen Kinder. Ich möchte euch aber heute trotzdem erzählen, wie ich es mache und was ich für wichtig und richtig halte. Weiterlesen

Ein Paarwochenende in Prag

Ich bin wieder da, wenn auch unglaublich beschäftigt dieser Tage. Ich hatte euch ja bei der Mittwochspizza von letzter Woche bereits angekündigt, dass mein Mann und ich mal allein unterwegs sein wollten – und das waren wir dann auch.

Am Donnerstagmorgen sind wir zu zweit (und mit dem Auto der Schwiegermutter, weil Motorschaden bei unserem) nach Prag aufgebrochen.

Ich hatte nur wenige Vorstellungen von der Stadt und mir war nur klar, dass die Karlsbücke unglaublich schön sein soll – was sie auch tatsächlich ist. Aber mindestens genauso beeindruckend ist die Prager Altstadt mit all ihren kleinen Gässchen, ihren Lädchen und Kaffees und ihren schönen Plätzen zum Sitzen. Wir haben jede Sekunde dort unglaublich genossen und uns die meiste Zeit einfach nur treiben lassen.

Mal wieder rauskommen, Zeit als Paar verbringen, das ist etwas, was ich als ungeheuer wichtig und wertvoll wahrnehme. Mit jedem Kilometer, den wir uns von zu Hause, den Kindern, all unseren Verpflichtungen, Sorgen, durchwachten Nächten und ungeputzten Zimmern entfernen, merke ich wie nach und nach meine Schichten abbröckeln. Diese Schichten aus alltäglichen Aufgaben, dem schlechtem Gewissen, weil sie unerledigt sind, Gedanken an den nächsten Termin, das nächste Thema, das nächste To-do, die im Alltag oft dafür sorgen, dass ich die Kleinigkeiten nicht mehr sehe. Die Kleinigkeiten, die meinen Alltag immer wieder schön machen genauso wenig wie die Kleinigkeiten, die meinen Mann zu dem Menschen gemacht haben, mit dem ich schon immer mein Leben verbringen wollte – und die immer noch da sind, wenn auch manchmal unter seiner eigenen Schicht Alltagsstaub begraben. Sich mal wieder frei von all dem zu sehen und aufeinander konzentrieren zu können, stärkt uns – und macht unglaublich glücklich.

Paar-Auszeiten sollten eine ganz hohe Priorität auf den To-Do Listen von Eltern haben und dort am besten gleich unter Pfützen springen und Kissenschlacht mit den Kindern an Stelle 3 stehen. Dabei muss es gar nicht die große Reise sein, wie wir sie uns jetzt einmal anlässlich unseres 10. Hochzeitstages gegönnt haben, oft reicht die Wohnung der verreisten Freunde in der Nachbarstadt, die Jugendherberge oder das Zelt in den Bergen. Es geht dabei nicht darum, möglichst viele und tolle Dinge zu sehen, sondern sich zu sehen und bei sich und der Beziehung zu sein. Gemeinsam die Erleichterung zu spüren, einmal für eine kurze Zeit nicht verantwortlich für das große Ganze einer Familie zu sein. Einmal nicht aufstehen zu müssen. Einmal andere die Hausaufgaben nachschauen zu lassen. Einmal jemanden anders kochen und spülen lassen. Sich einmal nicht umdrehen müssen, wenn jemand Mama ruft, weil man nicht gemeint sein kann. Oft reicht ein einziger Abend, an dem jemand aufpasst und man selbst mit Picknickkorb auf der Parkbank um die Ecke sitzt, um sich mal wieder zu sehen – und zwar als diejenigen, die irgendwann mal eine ganz große Liebesgeschichte miteinander angefangen haben und diese bis heute weiterspinnen.

Ich wünsche euch, dass ihr Luft und Räume in eurem Alltag findet, um genau solche Zeiten zu erleben und ich möchte euch ermutigen, andere Menschen in euer Leben und zu euren Kindern zu lassen, damit sie da sein können, wenn ihr mal weg wollt. Das lohnt sich wirklich.

Und nun gibt es noch ein paar Bilder von unserem Wochenende und eine ganz klare Reiseempfehlung – wenn ihr ein Wochenende weg von allem organisieren könnt, dann wählt Prag. Wenn ihr dort seid, werdet ihr sofort verstehen, warum.

 

Das rote Kleid ist übrigens mein Hochzeitskleid von damals 😀