Freitagspizza am 02.03.2017

…oder wie wir uns mal fast eine Woche von Tortellini mit Tomatensoße ernährten.

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Was für eine Woche liegt da hinter uns. Am letzten Freitag bin ich dann also mir nichts dir nichts ohne Vorwarnung aus den Latschen gekippt und diese Woche schleppe ich die Folgen meines Infektes (einer echten Grippe?) so vor mir her. Die meiste Zeit habe ich irgendwie damit verbracht, den Alltag um mein Schlafbedürfnis herum zu organisieren. Wenigstens waren wir zu zweit krank daheim und so konnten wir uns mit regenerieren und betreuen irgendwie abwechseln und stundenweise sprang zum Glück die Oma ein.

Tja – und dann habt ihr mich tief bewegt diese Woche – ja wirklich. Ich bin total überwältigt von euren Reaktionen auf meinen Beitrag zu den kranken Kindern. Ihr habt soviel kommentiert, hier und auch auf Facebook. Ihr habt mir so viel geschrieben, auch per Mail und Privatnachricht. Ihr habt mir eure Geschichten erzählt. Die von euren Arbeitgebern, aber auch das, was ihr täglich in so mancher Kita oder Schule erlebt. Auch Erzieherinnen und Lehrerinnen haben sich bei mir gemeldet und viel von dem bestätigt, was ich im Artikel geschrieben habe. Ich möchte mich aber auch explizit für die kritischen Stimmen bedanken, für diejenigen, die auf die Notlage der Eltern hingewiesen haben und die sich geärgert haben, dass ich im Artikel darauf verzichtet habe, diesen Eltern Verständnis entgegen zu bringen.

All das, was ich von euch gelesen und verstanden habe, möchte ich nicht einfach so versickern lassen – und deshalb werde ich noch einmal zu diesem Thema schreiben. Nächste Woche setze ich mich mit der Frage auseinander, was passieren muss, dass es besser läuft – und zwar für alle Beteiligten.

Aber vor diese Arbeit haben kluge Menschen die Pizza gesetzt – und die gibt es heute auch bei uns wieder. Ich bastele mir heute Abend meine Lieblingspizza aus der örtlichen Pizzaria nach – Salami, Mozzarella, Pilze und Gorgonzola. Ich glaube, ein Glas Rotwein wage ich dazu noch nicht, der Infekt hat deutliche Spuren hinterlassen.

Habt ein schönes Wochenende – und bleibt gesund

Eure Daniela

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Ein Gedanke zu „Freitagspizza am 02.03.2017

  1. Zuerst einmal gute Besserung an Euch!

    Zum Thema kranke Kinder sei gesagt: Ich erlebe all das, was in Deinem Artikel beschrieben wurde, als Tagesmutter täglich selbst. Ich sehe den Druck der Eltern, weil der Arbeitgeber alles andere als verständnisvoll reagiert, wenn Mama oder Papa mal wieder wegen des kranken Nachwuchses ausfallen. Ich weiß, wie schlimm all das ist. Ich bin auch Mutter – und ich kenne diesen Druck auch. Besonders meine jüngere Tochter ist noch immer so anfällig, steckt sich ständig bei den kranken Tageskindern, oft aber auch bei kranken Mitschülern, an. Und ich habe dann den Druck von Lehrerseite, weil das Kind ja so unglaublich viel fehlt in der Schule. Ich mag diesen Satz schon nicht mehr hören, und mir graust es ganz furchtbar vor dem nächsten Elternsprechtag…!!!

    Aber ich erlebe auch oft, dass es noch nicht einmal die berufstätigen Mütter sind, die ihre Kinder nicht daheim lassen, wenn sie krank sind, sondern eher die Mütter, die ohnehin daheim sind. Dieses Szenario erlebe ich wesentlich öfter. Oft wollen Eltern einfach auch nicht begreifen, dass ein Kind hier viel zu verarbeiten hat, und dass ein Tag in der Tagespflege richtig anstrengend ist für so einen kleinen Schatz. Daheim, ja, da sind die Kinder irgendwie immer auf wundersame Art und Weise genesen. Sie hopsen und springen, lachen, toben und singen, und hier sitzen sie oft, trotz allern Animationsversuche, apathisch in der Ecke oder schlafen gar zwischen dem ganzen Trubel einfach ein. Leider habe ich es bei vielen Eltern noch nicht geschafft, das Verständnis hierfür nicht zu wecken. Oft bekomme ich die Aussage, dass die Kleinen doch daheim ganz normal gespielt haben. Aber ob hier zwischen 4 weiteren, lärmenden Kindern, oder daheim, wo sie das Tempo selbst bestimmen können, ist noch immer ein großer Unterschied.

    Ich habe den Beitrag, wenn das o.k. ist, auf meine Facebook-Seite geteilt. Und wenn er nur bei einem einzigen Leser etwas bewirkt, nur ein einzelnes Elternpaar mal zum Nachdenken bringt, dann ist schon was gewonnen!

    Vielen lieben Dank auf jeden Fall, daß Du Dich mit diesem Thema auseinandersetzt!

    Liebe Grüße, auch von allen Deppendorfer Feldmäusen

    Martina Topka

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