Freitagspizza am 17.03.2017

Puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh!

Das Gute sehen?

Dankbar sein?

Nicht meckern?

Nicht lästern?

Diese Woche fast unmöglich.

Eine Woche voller schlechter Nachrichten.

Kind 3 hat keinen Kitaplatz bekommen und ist somit im kommenden Herbst aller Voraussicht nach weiterhin zu Hause.

Schon wieder ist jemand krank.

Schon wieder konnte ich meine Termine nicht so gut koordinieren, wie ich es mir erhofft hatte.

Schon wieder ist was kaputt und kostet viel, viel Geld.

Ich glaube, manchmal ist es total herausfordernd, das Gute zu sehen.

Dabei gab es diese Woche so viel Gutes.

Die Sonne, die mich so verwöhnt hat.

Die 20 Minuten Pause, die ich mir diese Woche kackfrech jeden Tag genommen habe, um zu lesen.

Die Nachbarn, mit denen ich diese Woche endlich wieder zusammen im Garten Kaffee getrunken habe – wie hatte ich das vermisst.

Das Skypen mit einer Bloggerkollegin, das uns beide in unserer Selbstfindung ein Stück vorangebracht hat.

Der gestrige Kinobesuch ganz allein mit Kind 1.

Und auch bei all den schlechten Nachrichten gibt es so viel Gutes:

Die Erkenntnis, dass unsere Reparaturen zwar ärgerlich viel Geld kosten, aber dass wir dieses Geld auch einfach haben.

Die Erkenntnis, dass selbst dann nichts passiert, wenn Kind 3 im Herbst nicht in die Kita geht – zumindest nichts schlimmes. Ich muss einfach nur mal wieder umplanen und neu denken – darin bin ich gut.

So viele Menschen, die uns sofort helfen wollten, unser Betreuungsproblem zu regeln.

So viele liebe Leute, die einfach mal kurz zuhören.

Passend dazu habe ich heute diese  Karte aus meinem Stapel Mutkarten gezogen.

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Das Wochenende verspricht mieses Wetter – und am liebsten würde ich mich einfach einigeln. Da ich aber nun einmal Mama meiner Kinder bin, denke ich, wir werden versuchen, das beste daraus zu machen.

Und wie immer starten wir mit einer Pizza. Da ich eben in einem Anfall von grenzenlosem Optimismus  mit Kind 2 und Kind 3 an der Hand und ohne Wagen in den Laden gegangen bin, sind ziemlich komische Dinge in meinem Korb gelandet, neben Hörnchen und Babybel, die ich eigentlich gar nicht wollte, habe ich jetzt Parma-Schinken und Fetakäse. Ich schätze, mein Mann muss die Zutaten irgendwie aufstocken, damit sich daraus eine sinnvolle Pizza entwickelt.

Ihr Lieben – habt ein schönes Wochenende und achtet auf das Gute – es gibt immer was.

 

 

 

 

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Ein Mädchen, Ende 30!

Für meine Mama – die mir beigebracht hat, niemals Angst vor dem Älterwerden zu haben!

Es begann ganz langsam. An meinem letzten Geburtstag fragte mich einer meiner Gäste, wie alt ich eigentlich geworden sei. Ich antwortete strahlend und sehr zufrieden, dass ich 37 sei. Ich strahlte und war glücklich, weil ich bis dato überhaupt kein Problem mit dem Älter werden hatte. Im Gegenteil. Ich empfinde diese Lebensphase, die Mittdreißiger, als die beste meines bisherigen Lebens. Ich habe mich selten so wohl mit mir selbst gefühlt, wie in den letzten fünf bis sieben Jahren. Ich habe mich selten so angekommen, so echt und so geliebt gefühlt. Ich liebte diese Lebensphase und freute mich auf die Enddreißiger und auf die Vierziger, weil ich es toll fand. Zurück zur Teeniezeit oder in die Twens? Niemals. Warum sollte ich nochmal auf die Marathonstrecke gehen, wenn ich doch am Ziel war?

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Doch dann saß ich am Wochenende auf einmal da und las meine neuste Dark-Fantasy  Reihe. Zu Dark-Fantasy gehören neben Werwölfen und Vampiren anscheinend auch immer Teenager. Sie spielen die Hauptrolle in den Geschichten, sie erleben die großen Abenteuer und ihren gehören die ganz großen Gefühle. Es sind ihre Geschichten, die die Leserherzen zum Schlagen bringen und die uns mitnehmen auf Reisen in fremde Welten. Bei Edward und Bella fiel es mir damals nicht schwer. Ich rannte mit den Vampiren, verliebte mich in Alice Cullen und irgendwie auch in Esme. Damals war ich 29 und zum ersten Mal schwanger. Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dass diese Geschichte von einer Generation handelt, der ich nicht mehr angehöre. Jetzt ist das anders. Ich lese die Geschichten meiner 16, 17 und 18 jährigen Protagonisten und finde sie immer noch großartig – und ich merke, dass ich fremdele. Neben den eigentlich Hauptcharakteren schlägt mein Herz für einen Mann, der als Werwolf mittleren Alters beschrieben wird – er ist 38. Als dann noch eine gleichaltrige Frau eben so beschrieben wurde – mittleren Alters – kam ich ins Wanken. War ich das auch? Eine Frau mittleren Alters? Gestern war ich gefühlt noch postadoleszent – und heute soll ich mittleren Alters sein?

Ich versuchte herauszufinden, was das eigentlich war, das mittlere Alter. Rein rechnerisch balanciere ich wohl schon irgendwo in der Nähe von dem entlang, was, wenn man meine Lebenserwartung durch zwei teilt, dann irgendwann einmal ein mittleres Alter sein könnte. Doch soziologisch ist es wohl eher die Phase des leeren Nestes, die Phase nach der Rushhour in der ich mich gerade befinde, eine Phase also, die ich halb herbeisehne und die doch noch ganz weit weg erscheint.

Okay, dann bin ich es wohl ein bisschen und ein bisschen nicht. Vielleicht bin ich eine junge Frau mittleren Alters oder ein altes Mädchen? Aber warum ist das eigentlich wichtig? Natürlich bin ich nicht mehr die, die ich mit Anfang 20 war und darüber bin ich, siehe oben, mehr als froh. Und doch, irgendwie habe ich mir das mittlere Alter anders vorgestellt. Reifer, vernünftiger, älter! Nicht so, wie ich mich fühle, jedenfalls.

Ich schaue noch einmal in die Welt meiner Literatur. Früher, da war es Harry Potter. Ich war den Protagonisten immer ein paar Schritte voraus – und doch war ich Hermine. Von ganzem Herzen Hermine. Und später war ich Tonks, ich verliebte mich mit ihr zusammen in Lupin, bejubelte ihre Schwangerschaft und hasste J.K. einige Kapitel später abgrundtief für das, was sie ihr antat – und mir. Einige Jahre später las ich es nochmal, als Vorbereitung auf ein Uni-Seminar, das ich mit meiner besten Freundin zusammen anbot – und auf einmal waren wir nicht mehr Tonks oder Hermine, wir waren Molly – Molly Weasley und wir waren es von Herzen. Und irgendwie erschien es mir logisch (abgesehen davon, dass Molly das Ende der Romanreihe wenigstens erlebt) – schließlich teilten Molly und ich etwas ganz entscheidendes – die Verantwortung für eine Familie.

Ist es also an der Zeit, den Teenie-Romanen abzuschwören und nach den Geschichten zu suchen, die von den Molly Weasleys dieser Welt handeln? Und ist es dann  ebenso Zeit sich einzugestehen, dass die Jahre der großen Gefühle und Abenteuer vorbei sind und dass ein gut geführter Haushalt, ein zufriedenstellender Job und die Kinder nun der Alltagskick sind?

Ja und nein. Nein, weil das Teeniemädchen in mir nicht weg ist, weil ich noch immer mit Alice Cullen renne und um Tonks weine, weil ich die Teenies meiner neuen Serie ins Herz geschlossen habe, auch wenn sie sich manchmal jung und dumm benehmen. Nein, weil es ja zum Glück neben minderjährigen Hauptfiguren in jeder Geschichte Werwölfe mittleren Alters gibt und Jahrhunderte alte Hexenmeister (die allerdings trotzdem aussehen wie 19 und deren heimliche Affären etwa in diesen Alter sind, was mich zu der Frage bringt, ob auch Unsterbliche in eine Midlife-Crisis geraten können) .

Und ja – natürlich ist die Zeit der Teenie-Romane zu Ende. Zumindest was all die Teile angeht, die mit der ersten großen Liebe zutun haben und die davon handeln, dass jemand seinen Platz in der Welt sucht. Diese Zeit ist vorbei und – verdammt nochmal – zum Glück ist sie das! Werfen wir noch einmal einen Blick auf all die Protagonisten meiner Romane. Was treibt sie denn an? Was motiviert Harry, Ron und Hermine, was Tonks und Lupin, was Bella oder Clary, Jace, Simon, Alec und Magnus? Was bringt sie dazu, morgens aufzustehen und gegen Dämonen, Volturi oder dunkle Magier zu kämpfen, statt einfach wegzurennen?Was suchen sie? Sie suchen Liebe, nach Liebe und Sicherheit. Sie wollen sich eine Welt schaffen, in der sie in Frieden leben können, in der sie Kinder haben dürfen, ein Eigenheim und ihre Ruhe. Sie alle wollen genau das, was ich bereits habe. Neben der Tatsache, dass sie ihren Alltag mit seltsamen Wesen teilen und dass sie nicht einfach nur studieren oder einem 0815-Job nachgehen, sondern sich den Schrecken der Unterwelt stellen, sind auch sie auf der Strecke, auf der Marathonstrecke zu sich selbst und zur großen Liebe.

Wenn das mittlere Alter bedeutet, dass ich diese Marathonstrecke nicht noch einmal laufen muss, dann finde ich das wunderbar. Ich stehe hier am Etappenziel. Ich habe ein bisschen gekämpft für dies und das, ich habe meine eigene große Liebesgeschichte gehabt, die es mit jedem Teenie-Roman aufnehmen kann und habe sie bis heute und ich habe all das, von dem wir träumen, wenn wir losrennen. Jetzt stehe ich hier, kurz vor der Lebensmitte und weiß, dass es auch im zweiten Teil noch genügend Strecken gibt, für die es sich zu rennen lohnt. Es gibt noch viele Ziele, Ufer, Veränderungen und Kicks. Es gibt noch Luft, viel Luft nach oben. Aber ich muss nicht mehr warten und nichts mehr beweisen. Alles was ich ab jetzt tue, tue ich für mich.

Eine Frau mittleren Alters, ja, vielleicht werde ich das bald. Aber das macht nichts, ich werde es feiern, meine Freundinnen einladen und dann rennen wir zusammen mit Alice Cullen, weinen um Tonks und trinken mit Magnus einen Cocktail – denn genau das tun Mädchen doch, wenn sie Ende 30 sind, oder?

Freitagspizza am 10.03.2017

Diese Woche war es etwas ruhiger hier. Strohwitwentage, Abendtermine, Erkältungen und viel Arbeit für die Weiterbildung haben leider nicht viel Raum zum Schreiben gelassen. Ich könnte jetzt wieder jammern, weil es eine extrem anstrengende Woche war. Aber ich will ja das Gute sehen und euch davon erzählen. Es war eine extrem erfüllte Woche. Ich habe mein erstes Beratungsgespräch führen dürfen und es hat mich wieder bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Weiterbildung ist inhaltlich derzeit sehr anspruchsvoll und fordernd – ich darf so unglaublich viel lernen und mitnehmen. Wunderbar.

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Die Woche war grau und regnerisch, sogar mit Hagel zwischendurch – und doch hat sich heimlich und leise ein bisschen bunt in unseren Garten geschlichen.

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Das Gute sehen – ohne zu Lästern

Ich empfinde die meckerfreie Zone zugegebenermaßen als Herausforderung. Besonders, wenn es abends etwas später geworden ist und die Kinder nicht nur müder, sondern auch irgendwie aufgekratzter werden. Oder wenn wir unter Zeitdruck stehen. Oder wenn ich nicht gut auf mich geachtet habe. Ich glaube, am Ende der sieben Wochen werde ich vielleicht nicht extrem viel weniger gemeckert haben, aber ich werde hoffentlich viel gelernt haben – über mich.

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Wie wir das kranke Kind schaukeln können

Ihr Lieben,

ich bin absolut überwältigt. Mit so vielen Reaktionen hätte ich nicht gerechnet. Mein Artikel darüber, dass kranke Kinder nach Hause gehören, hat hohe Wellen geschlagen. Viele von Euch konnten sich mit dem, was ich geschrieben habe, identifizieren. Aber verständlicherweise gab es auch Gegenwind, besonders in verschiedenen Facebook-Gruppen. Einige empfanden meine Ausführungen sogar als Eltern-Bashing. Das tut mir sehr leid, denn das ist das letzte, was ich möchte. Ich kann verstehen, wie der Eindruck entstanden ist und muss sagen, dass ich dabei bleibe – ich habe in meinem Artikel bewusst darauf verzichtet, Verständnis für die Eltern zu äußern, die aufgrund von Sachzwängen manchmal nicht anders können, als ihre Kinder krank in die Kitas zu schicken. Ich wollte nichts schreiben, dass das „Unwohlsein wieder bricht“, nichts, was meine vorherigen Ausführungen relativiert, nichts, was irgendjemanden aus der Verantwortung entlässt. Ich wollte mit diesem Artikel aufrütteln und dafür sorgen, dass all einmal kurz inne halten und überdenken, ob alles so richtig läuft, wie wir es uns zurecht gelegt haben.

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Freitagspizza am 02.03.2017

…oder wie wir uns mal fast eine Woche von Tortellini mit Tomatensoße ernährten.

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Was für eine Woche liegt da hinter uns. Am letzten Freitag bin ich dann also mir nichts dir nichts ohne Vorwarnung aus den Latschen gekippt und diese Woche schleppe ich die Folgen meines Infektes (einer echten Grippe?) so vor mir her. Die meiste Zeit habe ich irgendwie damit verbracht, den Alltag um mein Schlafbedürfnis herum zu organisieren. Wenigstens waren wir zu zweit krank daheim und so konnten wir uns mit regenerieren und betreuen irgendwie abwechseln und stundenweise sprang zum Glück die Oma ein.

Tja – und dann habt ihr mich tief bewegt diese Woche – ja wirklich. Ich bin total überwältigt von euren Reaktionen auf meinen Beitrag zu den kranken Kindern. Ihr habt soviel kommentiert, hier und auch auf Facebook. Ihr habt mir so viel geschrieben, auch per Mail und Privatnachricht. Ihr habt mir eure Geschichten erzählt. Die von euren Arbeitgebern, aber auch das, was ihr täglich in so mancher Kita oder Schule erlebt. Auch Erzieherinnen und Lehrerinnen haben sich bei mir gemeldet und viel von dem bestätigt, was ich im Artikel geschrieben habe. Ich möchte mich aber auch explizit für die kritischen Stimmen bedanken, für diejenigen, die auf die Notlage der Eltern hingewiesen haben und die sich geärgert haben, dass ich im Artikel darauf verzichtet habe, diesen Eltern Verständnis entgegen zu bringen.

All das, was ich von euch gelesen und verstanden habe, möchte ich nicht einfach so versickern lassen – und deshalb werde ich noch einmal zu diesem Thema schreiben. Nächste Woche setze ich mich mit der Frage auseinander, was passieren muss, dass es besser läuft – und zwar für alle Beteiligten.

Aber vor diese Arbeit haben kluge Menschen die Pizza gesetzt – und die gibt es heute auch bei uns wieder. Ich bastele mir heute Abend meine Lieblingspizza aus der örtlichen Pizzaria nach – Salami, Mozzarella, Pilze und Gorgonzola. Ich glaube, ein Glas Rotwein wage ich dazu noch nicht, der Infekt hat deutliche Spuren hinterlassen.

Habt ein schönes Wochenende – und bleibt gesund

Eure Daniela

Das Gute sehen: Mama hör auf zu meckern!

Eckern Am Aschermittwoch wachte ich morgens auf und erschrak. War es wirklich schon wieder soweit? Gerade lag doch noch ein ganzes Wochenende zwischen mir und dem Beginn der Fastenzeit. Ich wollte mir doch in Ruhe überlegen, was dieses Jahr 7 Wochen kein Teil meines Lebens sein soll. Aber ehrlich, als ich da gestern so saß, vergrippt, übermüdet und genervt, dachte ich mir, dass die Fastenzeit dieses Jahr ohne mich auskommen muss. Ich faste einfach Fasten. Immerhin verzichte ich so schon auf genug und eine familienweite Grippewelle, die in einen großelterlichen Urlaub mündet, übersteht man nicht deshalb besser, weil man sich Zucker noch intensiver entzieht, als ich das eh gerade tue. Alkohol fasten ginge – es wäre aber kein wirkliches Opfer, das halbe Glas Wein am Freitagabend auch noch wegzulassen.

Also ist es beschlossen, ich faste nichts. Oder? Ein paar Dinge gäbe es schon, auf die ich einmal verzichten könnte und sie würden mir und meiner Umgebung gut tun. Zufälligerweise sind diese Themen auch in der Predigtreihe „Das Gute sehen“ enthalten und ich stelle sie euch nun nach und nach vor. Wir starten mit dem Meckern.

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Kranke Kinder gehören nach Hause!

Wer jetzt denkt, meine Überschrift würde nicht mehr als eine absolute Selbstverständlichkeit aussagen, der wohnt wahrscheinlich nicht in meinem Heimatort – und ehrlicherweise wohl nicht einmal in Deutschland. Denn nicht nur der Gemeindeverwaltung meines Ortes fällt jedes Jahr aufs Neue auf, dass Eltern dieses elementare Basiswissen offenbar nicht mehr in Gänze in sich tragen, auch die überregionale Tagespresse berichtet immer mal wieder über diesen Umstand.

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