Das Gute sehen – in uns Eltern

Wenn Ihr findet, mein letzter Artikel hätte Euch herausgefordert, dann kommt es heute noch dicker. Denn heute lade ich Euch nicht dazu ein, das Gute in Euren Kindern zu sehen, nein, heute will ich noch mehr von Euch. Ich will, dass ihr das Gute seht – und zwar in Euch, in Euch als Eltern.

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Seien wir ehrlich, diese Defizitorientierung, die wir überall sehen und beklagen, die könnte wir selbst erfunden haben. Wir sind in vielen Bereichen unglaublich defizitorientiert. Wir sehen so oft nur das, was wir gerade nicht haben, das was gerade nicht geklappt hat, das was bei anderen scheinbar besser läuft. All die Geschenke, die man uns im Laufe unseres Alltags an den Wegrand legt, die übersehen wir hingegen gern.

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Sonntagsfreude am 19.02.2017

 

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind 🙂

Idee von Maria von Kreativberg, die hier weitergeführt wird.

Reich, gefüllt, erfüllt, gesegnet, bindungsorientiert und beziehungsorientiert. So war unser Wochenende.

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Es begann am Freitagabend mit einem Vortrag von mir in der Kirchengemeinde. Ich habe über Kinderbetreuung und Eltern sein geredet. Es war toll, das eigene Wissen weiterzugeben und für eine bindungs- und beziehungsorientierte Sichtweise auf modernes Familienleben zu werben.

Gestern war dann erstmal wuseliger Samstag angesagt und danach Beziehungsorientierung: der Mann und ich gingen in die Orangerie zum Gruseldinner mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Heute habe ich es bisher noch nicht aus dem Schlafanzug geschafft. Und heute Abend sieht es so aus, als dürfte ich mich ausnahmsweise mal ganz allein zum Abendgottesdienst schleichen. Ich freue mich – denn auch Jesus und ich brauchen manchmal ein bisschen Zeit für Bindungs- und Beziehungsarbeit.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag.

Mehr Sonntagsfreuden von heute findet ihr hier.

Akzeptanz, Toleranz oder was?

7 Thesen über den Umgang mit sexueller Vielfalt

Bei uns in Hessen sind jüngst alte bildungspolitische Grabenkämpfe wieder aufgeflammt. Konkret entzündet sich der Unmut  am neuen Bildungsplan, und insbesondere an Passagen zur sexuellen Vielfalt. Die FAZ berichtete kürzlich darüber, dass sich zwischen Frankfurt und Kassel wieder Proteste gegen dieses Ansinnen formieren. Widerstand leistet auch der  hessische Landeselternbeirat, der bisher nicht durch seine konservative politische Ausrichtung aufgefallen ist, sondern im Gegenteil, als SPD nah galt. Überstimmt wurde er vom CDU-Minister. Allein diese seltsame Konstellation zeigt, wie zerrissen unsere Gesellschaft derzeit bei Fragen zur Akzeptanz sexueller Vielfalt ist. Während die katholische Kirche fest an der Seite der Gegner des Bildungsplanes steht, findet er in der evangelischen Kirche Zuspruch – die Position einzelner Gemeinden hingegen dürfte auch bei den Protestanten weit von der offiziellen Einstellung weg sein. Doch woher kommt es, dass die Frage danach, wie viel von unterschiedlichen Lebensformen unsere Kinder in Schule und Kindergarten mitbekommen dürfen, so derart polarisiert? Und brauchen wir jetzt einen Lehrplan, der sexuelle Vielfalt mit einschließt oder ist das völlig unnötig?

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Familie werden

Um mich herum wimmelt es nur so von wunderschönen Nachrichten. Gleich mehrere Leute im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis erwarten 2017 Nachwuchs. Kleine neue Erdenbürger sind unterwegs, die werdenden Mamas dürfen guter Hoffnung sein. Ich habe mich immer gefragt, wie es wohl sein wird, wenn um mich herum der erste große Schwangerschaftssturm ausbricht, bei dem ich nicht dabei bin. Denn bisher war ich ja eigentlich immer die mit dem Kugelbauch und die anderen sahen mir dabei zu. Heute ist es umgekehrt – und ich finde es wunderschön.

Babys sind unterwegs und aus Paaren werden Familien, aus Familien größere Familien. Mittendrin ich – und diesmal nur als Zuschauerin. Da wird es Zeit, dass ich einmal einen Brief schreibe. Ich schreibe ihn an meine Herzensfreundin, doch sie bekommt ihn nur stellvertetend, in Wirklichkeit ist er für all die da draußen, die gerade guter Hoffnung sind. Für all diejenigen unter euch, die sich ins Abenteuer Familie stürzen wollen – und auch für die, die das nur planen und vielleicht noch nicht in freudiger Erwartung sind.  Weiterlesen

Mamas – feiert euch mehr

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Kürzlich diskutierte ich mit anderen Mamas über Anziehdramen. Ihr kennt das – ihr findet, es sei Zeit für eine dicke Winterjacke  (weil – 10 Grad), eure Kinder wollen am liebsten im T-Shirt raus. Je nachdem, in welchen Ratgeber man nun schaut, findet man 10 bis 12 verschiedene Möglichkeiten, so etwas zu regeln. Von „lassen sie das Kind“ bis „setzen Sie sich durch“ ist alles dabei und jeder einzelne Tipp ist so gut begründet, dass man ihn für den Moment für absolut richtig hält. Egal wie man sich als Mama entscheidet und ob das Kind hinterher eine Jacke, Mütze oder Handschuhe trägt, eins tragen wir meistens danach – ein schlechtes Gefühl. Entweder haben wir das Gefühl, im Hinblick auf unsere Kinder versagt zu haben oder irgendwelche Erwartungen von irgendwem nicht zu erfüllen. Wir fühlen uns schlecht, eigentlich immer und egal wie wir es machen. Wir könnten immer noch was besser machen, immer noch optimalere Mütter sein. Zudem ist das öffentliche Leben voll von Mahnhinweisen und gut gemeinten Ratschlägen. Wir sollen stillen (aber nicht zu lange und nicht zu kurz), die richtigen Kurse besuchen, arbeiten und immer daheim sein und mittlerweile gibt es schon Werbekampagnen, die uns auffordern, weniger aufs Handy zu starren (was ich übrigens total übergriffig finde). Weiterlesen

Freitagspizza am 02.02.2017

Wahnsinn, oder? Schon wieder ist der erste Monat des Jahres rum. Für mich ist er wie im Flug vergangen. Noch immer stapeln sich Projekte, Ehrenämter, der Haushalt und die Hausaufgaben für meine Fortbildung und ich muss mich wirklich gut organisieren und auch ab und zu einfach zurücknehmen, um hier nicht durchzudrehen. Ich merke gerade, dass das Finden und Setzen von Prioritäten dieses Jahr einen hohen Stellenwert haben wird – und dass es mir nicht leicht fällt.

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