Freitagspizza – die Letzte 2016

Der Weihnachtsendspurt – ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich könnte gerade doch noch ein bis zwei Wochen Advent gebrauchen, denn ich habe das Gefühl, dass ich viel zu wenig vorbereitet bin auf Weihnachten, was meine häusliche To-Do Liste angeht und auch emotional. Aber so ist es ja meistens und am Ende – ja am Ende ist dann doch Weihnachten, ganz egal wie steinig der Weg dahin war. Die damaligen Protagonisten hatten es ja auch nicht gerade leicht.

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Mit meinem heutigen Freitagspizza-Post verabschiede ich mich von Euch und gehe in die Weihnachtspause. Ich plane, diese bis mindestens zum Jahreswechsel dauern zu lassen, vielleicht auch ein bisschen länger. Im Januar komme ich dann mit einigem Neuen zurück und hoffentlich wieder mit Schwung. Bis dahin gehe ich auftanken und Kraft sammeln und vor allem meine Lieben umsorgen und bekuscheln und mich von ihnen umsorgen und bekuscheln lassen.

Heute schaue ich mit Euch deshalb nicht nur auf meine letzte Woche zurück, sondern auf 2016! Uff, 2016, was soll ich nur sagen? Vor einigen Tagen sah ich mir beim Frühstück und während ich die tägliche To-Do Liste schrieb, den Jahresrückblick von Sanny an (die ich Euch übrigens sehr ans Herz lege). Danach hatte ich unglaubliche Lust, auch einen zu verfassen und mir kamen sofort unglaublich viele tolle und positive Gedanken, die ich mit dem Jahr verband. Da wäre zum Beispiel meine berufliche Neuorientierung – die Ausbildung zur bindungs- und beziehungsorientierten Eltern- und Familienberaterin bei Katia Saalfrank, die mir in diesem Jahr viele aufregende und besondere Momente gebracht hat. Wenn ich daran denke, denke ich auch an unser Praxiswochenende in Berlin, bei dem ich so viele spannende, liebe und inspirierende Frauen treffen durfte. Wenn ich in Gedanken noch einmal den Weg vom Hotel zu Katias Praxis ablaufe, den ich jeden Morgen voller Vorfreude gegangen bin, kann ich das dennoch nicht mehr, ohne dass es mir einen Stich versetzt und schon sind da 1000 Fragen. Werde ich je wieder so leicht und so unbefangen über den Kuhdamm gehen können oder werden mich ab sofort die Bilder verfolgen, die ich zum Glück nur aus dem Fernsehen kenne?

Und schon sind sie da, die Schattenseiten 2016. Dann denke ich auf einmal an den unruhigen Sommer und unseren holprigen Urlaubsstart, der mit so vielen schlimmen Nachrichten einher ging. Dann fällt mir auf einmal ein, dass das Jahr auch persönlich gar nicht gut begann, weil wir im Frühjahr einen langjährigen Freund meiner Eltern verloren haben. Dann denke ich an den Schicksalsschlag, den eine liebe Freundin von mir verkraften musste. Dann denke ich an den anstrengenden und sorgenvollen Herbst, den wir als Familie verlebt haben und an die geliebten Menschen, die sich nur langsam von den Päckchen erholen, die sie dieses Jahr auferlegt bekommen haben. Dann bin ich auf einmal bei dieser letzten, schlimmen Woche, die mir nicht nur Bestürzung über die Opfer von Berlin brachte, sondern auch eine geliebte Verwandte nahm.

Doch 2016 – in den Medien gerade als Seuchenjahr beschimpft – war nicht nur das. Es war nicht nur Trauer, Sorge, Tod und Terror. Nein, 2016 war mehr. 2016 brachte mir zwei wunderschöne Urlaube. Es brachte mir viele einmalige Momente mit meinen Kindern. Es brachte mir neue Menschen und Beziehungen. Einige sind wirklich ganz neu in mein Leben getreten, mit anderen konnte ich zarte Bänder vertiefen und aus Bekanntschaften Freundschaften machen und zwei Menschen habe ich in diesem Jahr wiedergefunden – am allerletzten Ort, an dem ich sie erwartet hätte. 2016 brachte mir neue Wege, meine Ausbildung und diesen Blog. 2016 brachte mir neue, spannende Ideen und 2016 war ein Jahr, in dem ich Weichen gestellt habe.

2016 – und das finde ich am wichtigsten, macht mir Hoffnung für die Zukunft, trotz all dem Traurigen und Schrecklichen. Hoffnung, weil wir viele schwierige Situationen gemeistert haben. Hoffnung, weil wir Pläne gemacht haben. Hoffnung, weil wir konkrete Dinge angegangen sind. Hoffnung, weil ich mit vielen Menschen auf dem Weg bin oder besser auf unterschiedlichen Wegen, die ich aber allesamt für gute Wege halte. Hoffnung – und das rührt mich und macht mich unglaublich dankbar – weil ich mich auf mindestens vier Babys freuen darf, die 2017 um mich herum geboren werden.

Ich freue mich auf 2017, auf die Babys, auf neue Projekte, auf die Zusammenarbeit mit vielen spannenden Menschen, auf unseren Wohnwagen, auf die Reisen, die wir damit unternehmen. Ich freue mich, mit den Menschen, die 2016 für mich besonders gemacht haben, ein Stück weiterzugehen. Ich freue mich darauf, neue Menschen kennenzulernen und ich bin gespannt, was alles passiert im kommenden Jahr. Die Angst und die Wut vom Wochenanfang habe ich losgelassen. Ich werde sie nicht mitnehmen ins nächste Jahr.

Und nun, nun werde ich die letzten Vorbereitungen für die große Party treffen, für unsere Party für Jesus. Wir werden mit den Kindern den Baum schmücken –  und in einem Anfall von geistiger Umnachtung habe ich versprochen, dass es heute Pizza in Form eines Tannenbaums gibt. Falls das gelingen sollte, zeige ich Euch im Neuen Jahr Fotos davon.

Ihr Lieben, die ihr hier fleißig mitgelesen habt, die ihr mir Likes geschenkt habt, hier, auf Facebook, auf Twitter, auch ihr habt dieses Jahr besonders gemacht. Es hat Spaß gemacht, für Euch zu schreiben, es hat Spaß gemacht, von Euch zu lesen und es macht Spaß zu überlegen, wo wir 2017 gemeinsam hingelangen können. Ich wünsche Euch wunderbar gesegnete Weihnachtstage, einen guten Rutsch und alles, alles Gute für 2017. Genießt die Zeit mit Euren Lieben und vergesst nie – die einzige Antwort auf den Wahnsinn dieser Welt ist Liebe! Liebe, Liebe und nochmal Liebe.

Bis bald. Eure Daniela

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