Advent mit Kindern – auf dem Weg sein

Mit Kindern ist man irgendwie ständig auf dem Weg, oder? Ihr kennt das sicher. Auf den Weg in die Kita. Auf dem Weg nach Hause. Auf dem Weg zum Schwimmen. Auf dem Weg zur Kinderstunde. Auf dem Weg zum Arzt. Auf dem Weg zur Oma. Auf dem Weg zum Klo. Auf dem Weg in die Küche. Auf dem Weg zu einem ordentlichen Haushalt (der Weg ist das Ziel, oder?). Auf dem Weg durch die Kindergartenzeit. Auf dem Weg durch die Grundschule. Auf den Weg durch die Kleinkindphase. Auf dem Weg zu mehr Schlaf. Auf dem Weg zu einem vollständigen Milchgebiss. Auf dem Weg eine bessere Mutter zu werden. Auf dem Weg zu einem harmonischeren Familienleben. Auf dem Weg zur After-Baby-Traumfigur.  Auf dem Weg zum nächsten Nervenzusammenbruch.

Im Advent bleiben wir auf all diesen Wegen – und sind noch mehr unterwegs. Auf dem Weg zur Weihnachtsfeier. Auf dem Weg in den Geschenkeladen. Auf dem Weg zum absolut perfekten Weihnachtsessen. Auf dem Weg zur schönsten Deko der ganzen Straße. Auf dem Weg zur gefüllten Plätzchendose.

Auf der Strecke bleibt dabei oft der Advent an sich. Kein Wunder, denn verrückterweise bedeutet Advent Ankunft! Eins ist sicher, bei vielem, was ich oben aufgezählt habe, werde ich persönlich niemals ankommen. Bei einigem anderen komme ich viel zu häufig an.

Aber wie können wir mit Kindern in dieser stressigen Zeit unterwegs sein, sodass wir uns auf die Ankunft von Jesus vorbereiten? Sodass die Kinder begreifen, dass es eigentlich nur einen Weg gibt, der gegangen werden muss? Wir haben beschlossen, den Kindern dies erfahrbar zu machen, indem wir Maria und Josef auf den Weg schicken.

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Unsere leere Krippe steht bei uns ab dem 1. Advent. Genauer gesagt ist sie nicht ganz leer, denn der Ochse ist schon da und wartet. Oder auch nicht, denn eigentlich ist er ja ein Ochse und sollte er wirklich in diesem Stall gestanden haben (nichts genaues weiß man nicht), dann hat er da wahrscheinlich gestanden wie immer und war allenfalls verwundert, als plötzlich diese Menschen bei ihm einzogen und der ganze Trubel losbrach.

Maria und Josef (und der Esel, weil wir ihn nun einmal besitzen und die Kinder Eselgeschichten lieben), sind auf dem Weg. Wir stellen sie am 1. Advent irgendwo nahe der Krippe auf den Schrank und dann ziehen sie los – jeden Sonntag ein Stück weiter, bis sie am Heilig Abend ankommen und das Kind geboren wird. Die Kinder dürfen sie immer abwechselnd vorziehen und diskutieren den Rest der Woche immer eifrig darüber, wie weit sie das nächste Mal kommen dürfen.

Das ist unser liebstes Adventsritual, weil es immer funktioniert, selbst dann, wenn weder Schokolade aus dem Adventskalender, noch Plätzchen schmecke, weil der Magen noch vom Magen-Darm Virus geschädigt ist.

Was sind eure liebsten Rituale im Advent mit Kindern?

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4 Gedanken zu „Advent mit Kindern – auf dem Weg sein

  1. Vielen Dank für diese Inspiration! Das ist eine tolle Idee und wird im nächsten Jahr direkt adoptiert.
    Bei uns gehören die Adventsbotschaften, über die ich auf meinem Blog mal geschrieben habe dazu. Darauf freuen sich die Kinder schon lange davor. Außerdem singen wir beim ersten Anzünden jeder Kerze am Adventssonntag das Lied: Heute ist der … Advent. Wie schön die … Kerze brennt…..

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  2. K1 fragt auch schon immer, wo wir denn Maria & Josef starten lassen. Man merkt, das ist wirklich ein schlüssiges Ritual! Allerdings haben wir uns etwas gescheut, weil K2 sie dann, nun, ständig umlenken würde. Aber wir versuchen es jetzt nochmal… 🙂

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    • Ja, wir waren dieses Jahr auch unsicher wegen Kind 3. Allerdings klappt das erstaunlich gut. Sogar jetzt gerade, obwohl Maria und Josef am Sonntag erstaunlich nah an den Rand der Kommode gewandert sind.
      Ansonsten kenne ich es auch noch, dass man aus Sektkorken Maria und Josef macht, Walnusshälften auf die Fensterbank legt und die beiden von Walnuss zu Walnuss laufen lässt. Vielleicht ist das mit kleinen Kindern auch eine Idee.

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