Freitagspizza am 30.09.2016

Letzte Woche, ein paar Stammleser haben es bemerkt, fiel die Freitagspizza aus. Sie ging unter im allgemeinen Freitagschaos. Auf unserem Grill landete sie trotzdem, belegt mit leckeren Meeresfrüchten.

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Heute möchte ich euch nicht schon wieder ohne Pizza lassen, auch wenn die Zeit wieder knapp ist.

Die Geschichte der Woche kurz zusammengefasst: Schnupfen, Fieber, Blasenentzündung, Bauchweh, Halsweh. Die erste Krankheitswelle hat uns erwischt und jeder hat schon ein bisschen was davon abbekommen. Entsprechend ruhig waren unsere Tage. Turnen, Fußball und sogar der Schwimmkurs entfielen und an deren Stelle traten Tee, Couch und frühes zu Bett gehen.

Heute waren wir alle so fit, dass meine Mädchen und ich mit dem Spielkreis Erntedank feiern konnten – und es war wunderschön. Unsere Kleinen haben zum Lied „Wir kommen Gott zu deinem Tisch…“ ihre Erntegaben zum Altar gebracht und hinterher gab es für Eltern und Kinder ein leckeres Frühstück mit selbstgemachten Sachen im Gemeindehaus.

Zuhause sind wir dann wieder in den Ruhemodus gewechselt und haben uns mit Tee und Schokoladenkuchen aufs Sofa verzogen.

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Pizza gibt es heute trotzdem und weil jetzt wirklich, wirklich Herbst ist, darf endlich wieder Apfel-Gorgonzola auf den Tisch.

Dankbarkeit im Familienleben

Sag mal danke!

Sag mal danke! Wie oft habe ich diesen Satz schon gesagt – und mich hinterher darüber geärgert, dass ich ihn gesagt habe? Eltern kennen diese Situationen. Beim Metzger kriegt das Kind ein Stück Wurst, die entfernte Tante kommt mit einer Tüte Gummibärchen oder beim Kinderarzt gibt es am Ende der Behandlung einen Lutscher. Oft nehmen unsere Kinder diese kleinen Geschenke an, freuen sich – und sagen nichts. Wir als Eltern stehen peinlich berührt daneben und versuchen unseren Kindern die gängigen Höflichkeitsfloskeln beizubringen. Ich möchte heute mal darüber nachdenken, ob es nicht Alternativen dazu gibt.

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Ähnlich wie beim Thema Grenzen setzen, geht es auch hier um die Frage, wann Kinder und Erwachsene sich als echte Personen zeigen dürfen und wann sie tradierten Vorstellungen vom „guten Benehmen“ erfüllen sollen. Die Erwiderung „Danke“ auf die Scheibe Wurst vom Metzger ist, wie ich oben angedeutet habe, zunächst einmal „nur“ eine Höflichkeitsfloskel. Wie oft sagen wir als Erwachsene zu etwas „danke“, ohne es wirklich zu meinen. Danke – wenn Tante Elfride die Zimmerpalme vorbei bringt, für die wir erstens keinen Platz haben und die bei unserem schwarzen Daumen zweitens innerhalb von wenigen Wochen eingehen wird. Danke – wenn der Nachbar uns einen schönen Tag wünscht und wir eigentlich wissen, dass wir ihm total egal sind. Danke – wenn die Schwiegermutter fünf Gläser Pflaumenmus vorbei bringt – und wir Pflaumenmus hassen. Weiterlesen

Erntedank mit Kindern feiern

Am nächsten Sonntag feiern wir das Erntedankfest. Dieses erste herbstliche Fest des Kirchenjahres wird in vielen Kindergärten und Schulen begangen. Auch wir in unserem Spielkreis feiern es mit ein paar kleinen Bastelaktionen und einer Andacht mit unserem Pfarrer in der Kirche. Viele Eltern würden das Erntedankfest aber auch zu Hause mit ihren Kindern gern bewusster begehen. Ich möchte euch daher heute ein paar Ideen dazu mit auf den Weg geben.

Das Erntedankfest in der Familie feiern

Bei der Feier zum Erntedank geht es darum, das wertzuschätzen, was täglich auf unseren Tisch kommt und was wir allzu oft als selbstverständlich hinnehmen. Schön ist es, wenn Kinder gerade im Spätsommer und im Herbst mitbekommen können, wie Obst und Gemüse und vielleicht sogar Getreide von den Feldern in den Supermarkt gelangen. Mit den Kindern gemeinsam etwas zu pflanzen und zu ernten, wenn man die Möglichkeit dazu hat, kann ein guter Weg sein, ihnen nahe zu bringen, wie wunderbar es ist, dass Dinge wachsen und gedeihen, aber eben auch, dass hinter jedem Apfel und hinter jeder Möhre Arbeit, Mühe und eine Portion von Gottes Segen stecken.

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Viele Kirchengemeinden sammeln in der Zeit vor dem Erntedankfest Erntegaben, die sie nach dem Gottesdienst zur Erntedankfeier an gemeinnützige Einrichtungen, wie zum Beispiel die Tafeln, weitergeben. Gemeinsam mit euren Kindern könnt ihr dafür Obst und Gemüse auswählen, dass ihr spenden wollt.

Ein gesundes Essen miteinander zu kochen, hilft Kindern ebenfalls, Lebensmittel besser wahrzunehmen. Kocht doch am Erntedankfest einmal ganz bewusst gemeinsam mit den Kindern das Mittagessen. Es muss auch nicht unbedingt ein besonderes Mahl sein, eine Kürbissuppe, ein Kartoffeleintopf oder Kartoffelpuffer mit Fallobstkompott reichen völlig aus und sind darüber hinaus gut aus saisonalen und in der Region erhältlichen Nahrungsmitteln zuzubereiten.

Spielen und basteln an Erntedank

Falls ihr diesen besonderen Tag mit Freunden und Verwandten gemeinsam verbringen wollt, ladet sie doch zum Mittagessen und anschließendem Kaffee und Kuchen ein. Die Zeit zwischen den Mahlzeiten könnt ihr mit einem Dankbarkeitsspiel überbrücken.

Dazu entwerft ihr vorab ein paar Vorlagen für Obst und Gemüse und besorgt Tonpapier in verschiedenen Farben. Jeder Mitspieler kann sich nun mithilfe der Vorlagen aus dem Tonpapier Obst und Gemüse ausschneiden. Alternativ druckt ihr einfach Obst und Gemüse zum Ausmalen aus, da können dann auch die ganz Kleinen schon mitmachen. Mit dicken Stiften schreibt dann jeder auf die Obst- und Gemüsestücke, wofür er an diesem Tag besonders dankbar ist. Das muss nicht unbedingt mit Essen oder Trinken zutun haben, sondern darf unser gesamtes Leben umfassen.

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Erntedank ist immer auch die Möglichkeit, generell über das Leben nachzudenken und wertzuschätzen, was wir geschenkt bekommen haben.

 

Sehnsucht nach Leere

Manchmal ist mein Leben voll. Reich gefüllt mit Menschen, Begegnungen, Worten, Ideen und Taten.

Manchmal ist es leer. Eine scheinbar endlose Aneinanderreihung von alltäglichen Banalitäten, ohne Tiefe, ohne Ansporn, ohne Kreativität.

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Manchmal ist mein Leben übervoll. Dann werden aus Menschen, Worten, Begegnungen und Taten kurze Sequenzen eines Filmes mit viel zu schneller Schnittfolge. Vor meinen Augen flimmert es, mein Kopf tut weh, mein Magen rebelliert. Dann möchte ich nur noch raus – raus aus diesem Film – und rein in die Leere. Weiterlesen

Grenzen setzen – ein allzu missverständliches Thema

Kinder brauchen Grenzen

Kinder brauchen Grenzen heißt einer der bekannteren Erziehungsratgeber unserer Zeit. Auch viele andere Bücher zum Thema Aufwachsen und Familienleben kommen nicht aus, ohne dem Thema Grenzen setzen zumindest ein Kapitel  zu widmen.

Kaum war in meinem Umfeld bekannt geworden, dass ich mich in meinem neuen Blog mit bindungs- und beziehungsorientierter Elternschaft beschäftige, wurde auch ich mit der Frage nach den Grenzen konfrontiert. Schön, dass du wieder bloggst, sagte mir jemand, aber das Thema ist nicht meins. Kinder brauchen doch Grenzen. Auch mit dem, was in der Bibel über Erziehung steht, ist es nicht zu vereinbaren. Dieses völlig regellose Aufwachsen ist nicht gesund und die Kinder werden spätestens in der Schule Probleme bekommen.
Ob mein Kritiker mit seinem Bezug zur Bibel oder dem, was er über die Schule sagte, recht hat, sei einmal dahin gestellt bzw. ein gutes Thema für weitere Beiträge von mir. Heute möchte mich lieber mit der Frage beschäftigen, ob die Abkehr von Erziehung und die Hinwendung zur Beziehung zu Kindern tatsächlich bedeuten, dass Grenzen im Familienleben keine Rolle mehr spielen.

Die Idee in einer gesunden und glücklichen Beziehung zu seinen Kindern zu leben, bedeutet nicht automatisch, dass es innerhalb dieser Beziehung keine Grenzen mehr gibt. Es geht vielmehr um das Setzen eigener, persönlicher Grenzen und nicht das unreflektierte Übernehmen von Grenzen, die „man halt so setzt“.

Wenn ich an unseren Alltag als Familie denke, fallen mir dazu zwei Beispiele ein.

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Dürfen Kinder auf dem Sofa springen?

In unserem Wohnzimmer steht ein uraltes Sofa. Mein Mann und ich haben es von unserem ersten Gehalt gekauft, es war unser erstes Möbelstück, das neu war und nicht schon bei unseren Eltern, Großeltern oder dem Sperrmüll gestanden hatte. Weiterlesen

Freitagspizza am 16.09.2016

Ich bin grummelig, ihr Lieben! Hinter mir liegen total anstrengende Tage. Diese Woche musste ich noch einmal Fortbildung mit Arbeit, Arbeit mit Kindern, Kinder mit Hobbys, Hobbys mit Ehrenamt und Ehrenamt mit Fortbildung vereinbaren. Das Ganze passenderweise zum Teil ohne Großeltern – und noch viel besser – ohne Mann. Der ist nämlich auf dreitägiger Dienstreise und kommt heute mit viel Glück pünktlich zum Abendessen zurück. Ich bin müde, müde und geschafft. Die letzten Nächte waren eher bescheiden und die Tage, naja, lang halt. Zusammen mit der Sonne hat sich auch meine Euphorie der letzten Wochen irgendwie verkrümelt. Während ich in den letzten Tagen noch wahnsinnig viel Elan hatte und mir dadurch gleich mal noch ein riesen Projekt aufgehalst habe (Organisation eines Kinderfestes – in drei Wochen – ist doch kein Ding, oder?), könnte ich heute einfach nur ins Bett fallen und mir die Decke über den Kopf ziehen. Aber eigentlich nicht mal das, denn mein Rücken tut auch noch weh. Wo ist das „nicht-mein-Tag“ Schild, wenn man es mal braucht?

Diese anstrengende Woche stand ansonsten ganz im Zeichen von Abschied und Neubeginn. Meine Fortbildung hat zum zweiten Mal stattgefunden und ist immer noch toll und ich war das letzte Mal im Büro. Ich habe mit den Kolleginnen und Kollegen Zwetschgen- und Apfelkuchen gegessen, bin toll beschenkt worden und habe unglaublich viele liebe und wertschätzende Worte mit auf den Weg bekommen. Ich habe festgestellt, dass es gut tut, dass ich diesen Schritt freiwillig gegangen bin und das sich nicht auf den Tag gewartet habe, an dem all meine Verträge ausgelaufen und all meine möglichen Jahre in der Wissenschaft aufgebracht sind. So konnte ich ganz unbefangen, fröhlich und ohne bittere Gefühle gehen, ohne enttäuschte Erwartungen und ohne Verzweiflung und Leere. Ich kann allen, die in diesem Zirkus perspektivlos festhängen nur empfehlen, sich irgendwann zu lösen.

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Verabschiedet haben wir uns auch vom Sommer. Wir haben ihn noch einmal richtig ausgekostet in den letzten Tagen, haben versucht jeden Sonnenstrahl festzuhalten und zu speichern. Ich kam mir vor wie die kleine Maus Frederick, die nicht arbeitet, sondern Sonne, Farben und Wörter für die grauen Wintertage sammelt. Der Haushalt blieb Haushalt, das Abendessen fand auf der Picknickdecke statt und jeden Abend hatte ich nasse, dreckige, glückliche Kinder unter der Dusche stehen.

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Jetzt darf er gern gehen, dieser wunderschöne Sommer und dem Herbst Platz machen. Ich freue mich auf Trauben, Strumpfhosen, Stiefel (ich brauche neue, übrigens), Tee, Fernsehabende im Keller und den Bücherstapel, der neben meinem Bett bereit liegt.

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Welche Pizza wir heute essen, das kann ich bisher nur orakeln. Mein Mann hängt noch irgendwo auf der Autobahn fest, die Kinder gehen noch zum Schwimmen und mein Nervenkostüm ist jetzt schon nicht mehr sonderlich belastbar. Eigentlich wäre ein guter Tag, um die restlichen Tomaten von draußen zu ernten und die Paprika – aber vielleicht kommt unsere Pizza heute auch einfach mal wieder vom Italiener um die Ecke.

Die Melancholie der Veränderung

In einem kleinen Dorf im September 1998.

Das Abitur ist geschafft, die Koffer gepackt und die letzten Freundinnen verabschiedet. Noch ein letztes Mal habe ich mit der Familie zu Abend gegessen und nun liege ich da – hellwach in meinem Bett. Morgen früh soll ich meinen Rollkoffer nehmen, zum Flughafen in die Großstadt fahren und fliegen. So habe ich es entschieden. Ich ganz allein, gegen alle Widerstände, gegen alle Vernunft. Ich soll fliegen, in eine andere Stadt, in einem anderen Land und ich soll bleiben, fast ein ganzes Jahr. Ich habe das nicht so lang geplant, wie andere das vielleicht tun. Ich habe es spontan entschieden. Aus dem Bauch heraus. Mit etwas Vorlauf zwar, aber ohne dass es immer mein Ziel gewesen wäre. Einfach so habe ich verkündet, dass ich das jetzt tun werde. Jetzt, da mich nur noch diese Nacht von einem neuen Leben trennt, kommen die Zweifel. Alles ist gut, so wie es ist. Hier ist es schön, hier ist es warm, hier ist es sicher. Hier weiß ich wer ich bin, hier weiß ich wer die anderen sind. Ich hätte bleiben können – und doch wollte ich gehen. Was, wenn alles ganz schrecklich falsch war? Warum nur, will ich dieses Leben loslassen? Warum will ich nicht bleiben, wo es mir gut ging? Was morgen kommt, ist ein Abschied, ein Abschied von Zuhause, ein Abschied von einer Lebensphase, ein Abschied von meiner Kindheit. Ein Schritt in ein neues Leben. Weiterlesen

Mein wichtigstes Mama-Mantra

Heute möchte ich euch mein wichtigstes Mantra als Mama vorstellen. Ich habe es mir bereits am Ende meiner Schwangerschaft mit Kind 1 angewöhnt.

Irgendwann wurde mir nämlich alles zuviel. Mein Baby war noch nicht mal geboren, aber jeder wusste bereits etwas über diesen kleinen Menschen, der in mir heranwuchs. Jeder hatte eine Meinung dazu, wie und wo unser Sohn schlafen sollte, wann, wie und ob ich wieder arbeiten können werde, wie mein Leben zukünftig aussehen wird und welche Dinge, Rituale und Erziehungsmaßnahmen dieses Kind bräuchte. Ungefragt wurde also dieses geballte Wissen über mein Kind an mich herangetragen, mein Blutdruck stieg mit jedem guten Ratschlag und als ich mich irgendwann genau aus diesem Grund im Krankenhaus wiederfand, passierte es. Die Freundin meiner Bettnachbarin, selbst gerade junge Mutter, hatte sich ungefragt neben mich gestellt und mir erzählt, wie mein Leben in wenigen Tagen aussehen würde. Über den Boden des Flurs hörte ich das fahrbare Blutdruckmessgerät rattern und ich wusste, er würde schwindelerregende Höhen erreichen, wenn nicht sofort etwas passierte. Und so sah ich sie an, die fremde Frau, die mich nicht kannte, die ich nicht kannte, die nichts über mich wusste, außer wie mein Leben in ein paar Tagen aussehen wird und dachte – blubb!

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Ich ignorierte ihre Worte, lächelte freundlich, nickte ab und zu und stellte mir vor, aus ihrem Mund kämen nur Luftblasen und es machte blubb. Weiterlesen

Freitagspizza am 09.09.2016

Schon wieder ist eine Woche rum und ich verspeise meine zweite Freitagspizza mit euch im neuen Blog. Die Woche war aufregend – in vielerlei Hinsicht.

Zum einen hat diese Woche endlich meine Ausbildung begonnen. Zusammen mit 13 anderen Frauen mache ich mich von nun an auf den spannenden Weg zur Eltern- und Familienberaterin. Ich freue mich wahnsinnig darüber und werde sicher noch ausführlicher berichten.

Als ich am Sonntag auf die kommende Woche geschaut habe, hatte ich  Zweifel, dass ich alle anfallenden Aufgaben erledigen kann. Noch bin ich ja zusätzlich berufstätig und mein Clan, bestehend aus zwei Omas und einem Opa, war nicht so verfügbar wie sonst. Allerdings habe ich dann gemerkt, dass es gut tut, keine hohen Erwartungen an das zu haben, was in so einer Woche funktionieren muss – denn dadurch wurde alles recht entspannt und so wurde es eine Familienwoche mit Wald- und Freibadbesuch, wenig Hausarbeit und viel Sonne.

Nachgedacht habe ich dabei viel übers Bloggen und über Wertschätzung, Respekt und andere Meinungen. Nach meinem Schrei-Artikel vom Mittwoch hatte ich auf einmal das Gefühl, zukünftig ein dickes Fell zu brauchen. Denn danach habe ich nicht nur positive Reaktionen erfahren, sondern auch unerwartete Ablehnung. Dagegen muss ich mich abschotten, dachte ich. Aber dann habe ich an die erste Sitzung meiner Ausbildung gedacht und daran, dass wir genau das nicht tun sollten – Mauern um uns bauen. Wir sollten anderen Meinungen und anderen Ansätzen nicht aus dem Weg gehen, sollten im Kopf nicht verurteilen, sondern offen bleiben und neugierig. Die Auseinandersetzung suchen, Ansichten zur Diskussion stellen, die eigene Haltung bewahren, aber die andere wertschätzen. Ufff – das klingt so gar nicht einfach – und doch erscheint es mir ungemein wichtig. Gerade wenn es darum geht, dem Wahnsinn dieser Welt entgegen zu treten, müssen wir bei uns anfangen. Anfangen mit dem Aushalten, anfangen mit dem Diskutieren. Anfangen mit dem Wertschätzen und anfangen aufeinander zu  zugehen, statt wegzurennen.

Wir möchten, dass Menschen unterschiedlichster Religionen und Kulturen einander anhören und respektieren. Wie können wir das erwarten, wenn Freundinnen sich aufgrund von unterschiedlichen Vorstellungen von Tischmanieren entzweien? Wenn Nachbarn übers Familienbett streiten? Wenn Mütter wegen ihrer unterschiedlichen Wege des Trockenwerdens übereinander herfallen? Nein – ich will das nicht. Ich will meine Haltung bewahren, zu mir und meinen Ansichten stehen – aber ich möchte offen bleiben und offenen Menschen begegnen.

So – und dann hatte ich euch noch Pizza von Grill versprochen und die gibt es jetzt.

Anders als bei unserer Ofenpizza machen wir hier kleine, runde Pizzen, die sich jeder nach seinem Geschmack belegen kann.

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Vorbereitet werden die Pizzen auf einem kleinen Blech, das die gleiche Größe wie der Pizzastein hat. Das ist praktisch, weil wir so sicher gehen können, dass unsere vorbereiteten Teigfladen auch gleichzeitig auf den Stein passen.

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Unten seht ihr, wie sie aussehen, wenn der Grill mit ihnen fertig ist, was meist nur einige Minuten dauert. Der Teig wird unschlagbar gut. Der Käse verkrustet nicht so stark wie im Ofen, verläuft aber wunderbar und wir mögen ihn so sogar etwas lieber.

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Heute gibt es noch einmal meine allerliebste Sommerkreation: Auberginenpizza mit Ricotta, Pesto und getrockneten Tomaten.

Ich freue mich auf ein (diesmal wirklich letztes?) schönes Sommerwochenende und wünsche euch eine tolle Zeit. Habt Spaß, Entspannung und hört einander zu .

Eure Daniela

Schreien lassen: Im Zweifel nie!

Warum wir nicht gegen unsere Instinkte arbeiten müssen.

„Gott spricht, ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Jesaja 66,13

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Bevor ich selbst Mutter wurde, war ich bereits längere Zeit in einem Frauenforum unterwegs. Neben mir gab es dort eine Menge Frauen, die bereits selbst Mütter waren und sich über dieses und jenes aus ihrem Alltag austauschten. Immer wieder sorgte ein Thema für erhitzte Gemüter, nämlich die Frage, ob Babys sich nachts selbst beruhigen lernen sollten oder ob sie getröstet werden dürfen. Ich fand diese Diskussion befremdlich.  Bis dato kannte ich nämlich nur eine andere Person, die tatsächlich der Meinung war, Babys müssten lernen, sich selbst zu beruhigen:  Jack Byrnes. Weiterlesen